Ein ehemaliger britischer Geheimdienstchef hat der Debatte nun neuen Zündstoff gegeben.
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Fragen zur persönlichen Sicherheit von Staats- und Regierungschefs gewinnen in Kriegszeiten oft an Bedeutung, da öffentliche Auftritte sowohl politisches Gewicht als auch physische Risiken bergen.
Im Fall Russlands ist die Spekulation darüber, wie Präsident Wladimir Putin sich schützt, zu einem wiederkehrenden Thema geworden.
Ein ehemaliger britischer Geheimdienstchef hat diese Debatte nun neu befeuert und auf das verwiesen, was er als ein seit Langem etabliertes Vorgehen für besonders gefährdete Personen beschreibt.
Sicherheit durch Täuschung
Der frühere MI6-Chef Sir Richard Dearlove sagte laut Daily Express, Putin nutze in bestimmten öffentlichen Situationen „ganz sicher“ Doppelgänger.
„Es wird Gelegenheiten geben, abhängig von den Umständen, in denen er aus Sicherheitsgründen ganz sicher einen Doppelgänger einsetzen würde“, sagte Dearlove.
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Er bezeichnete dies als „fast eine normale Sicherheitsmaßnahme“ für eine so exponierte Person wie Putin und fügte hinzu:
„Man darf nicht vergessen, dass Attentate seit sehr, sehr vielen Jahren ein ziemlich verbreiteter Bestandteil der russischen Politik sind.“
Wo Doppelgänger auftreten
Dearlove argumentierte, dass Doppelgänger bei diplomatischen Treffen mit engem Kontakt oder sensiblen Gesprächen weniger wahrscheinlich seien, da es dort schwieriger wäre, die Illusion aufrechtzuerhalten.
Wahrscheinlicher seien sie bei Veranstaltungen im Freien, bei denen Journalisten auf Distanz gehalten werden.
Der Bericht des Daily Express verweist auf drei Bilder, die innerhalb von etwa einem Monat aufgenommen wurden und Putin mit unterschiedlich geformten Kinnpartien zeigen sollen, präsentiert als visueller „Beweis“ für mögliche Doppelgänger.
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Ukrainische Sicherheitsdienste hatten zuvor behauptet, Männer mit ähnlichem Aussehen wie Putin seien dafür ausgebildet worden, an seiner Stelle aufzutreten, während Moskau diese Vorwürfe zurückweist.

KI und Zweifel
Der Bericht verwies zudem auf eine Analyse des japanischen Senders TBS, der mehrere Auftritte Putins mithilfe KI-gestützter Gesichtserkennung untersucht hat.
TBS erklärte: „Experten für Gesichtserkennung würden dies in den meisten Fällen als ‚nicht übereinstimmend‘ bezeichnen, was uns zu der Annahme führt, dass es sich um einen Doppelgänger handeln könnte.“
Weiter hieß es bei TBS: „Die Expertenanalyse zeigt klar eine hohe Wahrscheinlichkeit von mindestens zwei Doppelgängern.“
Dieselbe Berichterstattung deutete auf unterschiedliche Übereinstimmungswerte bei verschiedenen Auftritten hin und nährte damit die anhaltende Debatte darüber, ob und wie häufig Putin Stellvertreter einsetzt.
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Quellen: Daily Express, The Sun