Experten zufolge kann jedoch schon eine kleine Änderung der Gewohnheiten einen spürbaren Unterschied machen, wenn Kälte die Batterien schneller entlädt.
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Mit sinkenden Wintertemperaturen werden Besitzer von Elektroautos darauf hingewiesen, mit geringerer Reichweite zu rechnen. Experten zufolge kann jedoch schon eine kleine Änderung der Gewohnheiten einen spürbaren Unterschied machen, wenn Kälte die Batterien schneller entlädt.
Kälte belastet den Akku
Niedrige Temperaturen verringern die Effizienz von Batterien in Elektroautos, da sich die chemischen Reaktionen in den Zellen verlangsamen. In der Folge legen E-Fahrzeuge im Winter pro Ladung in der Regel weniger Kilometer zurück als bei milderen Bedingungen.
Der E-Auto-Experte Dave Baranauska, Betreiber des YouTube-Kanals Dave B Sells Chevy, sagte der Express, dass er bei Kälte regelmäßig deutliche Reichweitenverluste beobachte.
„Wenn das Auto normalerweise etwa 310 schafft, wenn es 30 Grad oder kälter ist, sehe ich bei voller Ladung manchmal nur noch 290, 280 oder 270“, erklärte er.
Der Effekt wird häufig durch den verstärkten Einsatz von Heizung und anderen elektrischen Komfortfunktionen verstärkt, die beim Fahren im Winter notwendig sind.
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Eine entscheidende Gewohnheit
Um dem entgegenzuwirken, rät Baranauska Fahrern, ihr Fahrzeug bei kaltem Wetter möglichst oft an der Ladesäule angeschlossen zu lassen. Die meisten laden entweder zu Hause oder am Arbeitsplatz – ein Vorteil, der gezielt genutzt werden kann.
Bleibt das Auto über Nacht am Strom, kann es Energie aus dem Netz beziehen, um den Akku auf einer günstigeren Betriebstemperatur zu halten. Dadurch wird beim Start der Fahrt weniger Energie direkt aus der Batterie entnommen.
Wie die Express berichtet, hilft diese Methode dabei, die Reichweite zu erhalten und die Effizienz an kalten Tagen insgesamt zu verbessern.
Vorkonditionieren statt Energie verlieren
Baranauska empfiehlt außerdem, das Fahrzeug per Fernstart zu aktivieren, solange es noch angeschlossen ist. So lässt sich der Innenraum vor Fahrtbeginn aufheizen, ohne den Akku zu belasten.
Wer Sitzheizung oder Lenkradheizung nutzt, während das Auto am Strom hängt, bezieht die Energie aus dem Netz statt aus der Batterie. Dadurch bleibt mehr Ladung für die eigentliche Fahrt verfügbar.
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Der Fahrstil zählt
Neben den Ladegewohnheiten spielt laut Baranauska auch die Fahrweise eine entscheidende Rolle für die Winterreichweite.
„Beim Fahren eines Elektroautos ist die Art, wie man fährt, einer der wichtigsten Faktoren für die Reichweite, die man erzielt“, sagte er.
Er hob insbesondere das sogenannte One-Pedal-Driving hervor, bei dem die Rekuperation Bremsenergie zurück in den Akku speist. Zudem riet er zu gleichmäßiger Geschwindigkeit und wenigen Tempowechseln – idealerweise mithilfe von Tempomat –, um die Effizienz zu maximieren.
Quellen: Express, YouTube