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Warum kleine Freuden unserer Psyche so guttun

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Der Alltag vieler Menschen ist geprägt von vollen Terminkalendern, permanenten Nachrichtenmeldungen und dem Gefühl, ständig unter Druck zu stehen.

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In solchen Phasen arbeitet der Körper häufig im Stressmodus: Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Probleme, Aufgaben und mögliche Gefahren.

Psychologische Forschung zeigt jedoch, dass selbst sehr kleine positive Erfahrungen helfen können, diesen Zustand kurz zu unterbrechen.

Was mit „Glimmer“ gemeint ist

Die Therapeutin Deb Dana beschreibt sogenannte „Glimmer“ als kurze Momente, die dem Nervensystem ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Während sogenannte Trigger Stressreaktionen auslösen können, wirken Glimmer in die entgegengesetzte Richtung.

Sie signalisieren dem Körper, dass gerade keine unmittelbare Bedrohung besteht und ermöglichen eine kurze Entspannung.

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Solche Momente sind oft unscheinbar. Dazu können etwa ein freundlicher Blickkontakt, ein angenehmer Duft oder ein kurzer Augenblick der Ruhe gehören.

Entscheidend ist weniger die Größe des Ereignisses als die bewusste Wahrnehmung dieser positiven Signale.

Warum positive Augenblicke wichtig sind

Bei anhaltendem Stress schaltet das Gehirn häufig in eine Art Überlebensmodus.

In diesem Zustand konzentriert sich die Aufmerksamkeit vor allem auf Risiken und Probleme. Kreatives Denken oder langfristige Planung fallen dann schwerer.

Die Psychologin Barbara Fredrickson beschreibt in ihrer „Broaden-and-Build“-Theorie, dass positive Gefühle das Denken erweitern können.

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Selbst kurze angenehme Erfahrungen können demnach dazu beitragen, dass Menschen offener für neue Ideen werden und leichter Lösungen erkennen.

Kleine Veränderungen im Alltag

Psychologen empfehlen daher, bewusst auf positive Momente im Alltag zu achten.

Eine einfache Methode besteht darin, am Abend einige Situationen aufzuschreiben, die sich während des Tages gut angefühlt haben. Dabei müssen es keine großen Ereignisse sein.

Auch kurze Aufenthalte im Freien oder kleine angenehme Rituale im Alltag können helfen, Gedankenspiralen zu unterbrechen.

Solche kurzen positiven Erfahrungen können dazu beitragen, Stress abzubauen und den Blick wieder stärker auf Möglichkeiten statt auf Probleme zu richten.

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Quelle: Bunte