Ein verstörendes Video, das online kursiert, hat Empörung ausgelöst und die Aufmerksamkeit erneut auf Russlands Gefechtstaktiken in der Ukraine gelenkt.
Gerade lesen andere
Das von internationalen Medien verbreitete Material scheint extreme Misshandlungen und Entmenschlichung ausländischer Kämpfer zu zeigen, die an die Front geschickt werden.
Die Bilder haben die Vorwürfe verschärft, Moskau setze im andauernden Krieg auf brutale Methoden und austauschbare Kämpfer.
Schockierende Aufnahmen
Ein von @sternenko auf der Plattform X veröffentlichtes Video zeigt offenbar einen russischen Soldaten, der einem afrikanischen Söldner, der für die russische Armee kämpft, einen Sprengsatz an die Brust schnallt.
In der Aufnahme wird der Mann, der als Francis identifiziert wird, mit vorgehaltener Waffe bedroht.
Im Hintergrund sind rassistische Bemerkungen zu hören sowie Kommentare, die den Rekruten als „Flaschenöffner“ oder „Dosenfutter“ bezeichnen.
Lesen Sie auch
Der russische Soldat ist zu hören, wie er sagt:
„Er wird gleich losrennen und durch den Wald springen“, bevor er den sichtlich verängstigten Mann fragt: „Wovor zur Hölle hast du Angst?“
Tödliche Taktik
Dem Bericht zufolge verdeutlicht das Video eine Taktik, bei der Söldner zu extrem gefährlichen Einsätzen geschickt werden, darunter das erzwungene Auslösen von Minen oder Sprengsätzen, um Wege durch ukrainische Verteidigungsstellungen zu öffnen.
Die Männer sollen gezwungen werden, in von der Ukraine kontrollierte Gebiete vorzudringen und dort Sprengladungen zu zünden, um Bunker oder Korridore für vorrückende russische Truppen freizumachen.
Bei dem im Video gezeigten Sprengsatz handelt es sich Berichten zufolge um eine TM-62-Mine, einen leistungsstarken Panzerabwehrsprengsatz, wie The Sun meldete.
Lesen Sie auch
Wegwerfkämpfer
Analysten sagen, das Video passe zu einem breiteren Muster des russischen Einsatzes ausländischer Söldner, insbesondere aus Afrika, in besonders riskanten Rollen.
Präsident Wladimir Putin soll Einsätze und Rekrutierungsnetzwerke in Afrika als strategisches „Fließband“ nutzen, um neue Kräfte für den Krieg in der Ukraine auszubilden und bereitzustellen.
Kritiker beschreiben diesen Ansatz als Teil einer sogenannten „Fleischwolf“-Strategie, die auf schiere Zahlen und austauschbare Kämpfer setzt, anstatt Soldaten zu schützen.
Wachsende Verurteilung
Die Aufnahmen haben neue Verurteilungen von Russlands Vorgehen im Krieg ausgelöst und Fragen nach möglichen Kriegsverbrechen aufgeworfen.
Moskau hat das Video nicht kommentiert, und seine Echtheit wurde bislang nicht unabhängig überprüft.
Lesen Sie auch
Ähnliche Vorwürfe zur Behandlung von Söldnern und ausländischen Rekruten sind jedoch seit Beginn der Invasion immer wieder erhoben worden.
