Roboter könnten bis 2028 einen Großteil der Fahrzeugmontage übernehmen.
Gerade lesen andere
Hyundai hat Pläne vorgestellt, weltweit 30.000 humanoide Roboter in seinen Autofabriken einzusetzen.
Die Ankündigung erfolgte während der Technologiemesse CES in Las Vegas.
Zunächst sollen die Roboter Aufgaben übernehmen, die Hyundai als besonders körperlich anstrengend und repetitiv bezeichnet.
Mit der Zeit soll ihr Einsatz jedoch weit über einfache Unterstützungsarbeiten hinausgehen.
Im Mittelpunkt des Plans steht Atlas, ein humanoider Roboter, der von Boston Dynamics entwickelt wurde – einem Unternehmen, das Hyundai gehört.
Lesen Sie auch
Was die Roboter leisten können
Atlas ist etwa 190 Zentimeter groß und kann Gegenstände mit einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm heben. Er ist für den Einsatz bei Temperaturen von minus 20 bis plus 40 Grad Celsius ausgelegt.
Nach Angaben von Hyundai kann der Roboter innerhalb eines Tages programmiert werden, seine Batterien selbst wechseln und rund um die Uhr arbeiten – ohne Pausen, Krankheit oder Ermüdung.
Die ersten Einheiten sollen in Fabriken in den USA und in Südkorea eingesetzt werden. Dort übernehmen sie logistische Aufgaben wie das Sortieren von Bauteilen und den Transport von Komponenten entlang der Produktionslinien.
Von der Logistik zur Montage
Hyundai macht deutlich, dass die Logistik nur der Anfang ist. Langfristig sollen die Roboter direkt an der Fahrzeugmontage beteiligt sein.
Bis 2028 rechnet das Unternehmen damit, dass alle 30.000 Roboter vollständig in die Produktion integriert sind.
Lesen Sie auch
Zudem plant Hyundai, die Technologie auch an andere Branchen zu verkaufen, darunter Logistik und Bauwesen. Dies könnte die Arbeitsmärkte weit über die Automobilindustrie hinaus verändern.
Hyundai bezeichnet die Strategie als „menschenzentrierte Automatisierung“ und betont, dass Roboter mit Menschen zusammenarbeiten sollen, anstatt sie vollständig zu ersetzen.
Beschäftigte fürchten die Folgen
Für die rund 250.000 Beschäftigten von Hyundai weltweit hat die Ankündigung jedoch Verunsicherung ausgelöst.
Gewerkschaften warnen davor, dass eine Automatisierung in diesem Ausmaß zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte – trotz entsprechender Zusicherungen des Managements.
Hyundai plant, in den kommenden vier Jahren rund 28,4 Milliarden US-Dollar (24,4 Milliarden Euro) in das Projekt zu investieren.
Lesen Sie auch
Dazu gehört auch der Bau einer eigenen Roboterproduktionsstätte im US-Bundesstaat Georgia.
Quelle: Boosted