Die Behörden überprüfen die Sicherheitsmaßnahmen für hochrangige Amtsträger nach einer Reihe gemeldeter Drohungen. Die Entwicklungen erfolgen, während Bundesbehörden Risiken im Zusammenhang mit aufsehenerregenden Ermittlungen beobachten.
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Mehrere hochrangige Beamte der Trump-Administration sind stillschweigend in bewachte Militärunterkünfte nahe Washington umgezogen, nachdem Bundesbehörden vor zunehmenden Bedrohungen im Zusammenhang mit strafrechtlichen Ermittlungen und politischen Spannungen gewarnt hatten.
Laut einer Berichterstattung der New York Times folgten die Umzüge auf Sicherheitsbewertungen, die potenzielle Risiken für führende Amtsträger festgestellt hatten.
Militärische Anlagen bieten kontrollierte Zugangspunkte, bewaffnete Sicherheitskräfte und abgesperrte Perimeter und gehören damit zu den sichersten Wohnmöglichkeiten für Regierungsvertreter, die glaubwürdigen Bedrohungen ausgesetzt sind.
Ungewöhnliche zivile Regelung
Zivile Amtsträger haben gelegentlich bereits früher in militärischen Unterkünften gewohnt, auch wenn dies traditionell eher ungewöhnlich war.
Der frühere Verteidigungsminister Jim Mattis und der ehemalige Außenminister Mike Pompeo lebten beide während früherer Phasen ihres Regierungsdienstes in militärischen Residenzen. Historiker und frühere Beamte sagten der New York Times jedoch, dass die Zahl der politischen Ernennungen, die derzeit solche Unterkünfte nutzen, größer zu sein scheint als in den meisten früheren Regierungen.
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Mehrere prominente Amtsträger sollen inzwischen auf Militärbasen wohnen, darunter Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Präsidentenberater Stephen Miller.
Auch die ehemalige Ministerin für Heimatschutz Kristi Noem, Heeresminister Daniel P. Driscoll und Marineminister John Phelan werden mit ähnlichen Regelungen in Verbindung gebracht.
Solche Wohnungen sind in der Regel hochrangigen militärischen Befehlshabern oder Verteidigungsbeamten vorbehalten. Zivile Führungspersonen dürfen sie manchmal nutzen, wenn Sicherheitsbehörden feststellen, dass das Bedrohungsniveau zusätzlichen Schutz rechtfertigt.
Bondis Umzug
Zu denjenigen, die kürzlich umgezogen sind, gehört auch die US-Justizministerin Pam Bondi, die das Justizministerium leitet und die Bundesstrafverfolgung beaufsichtigt.
Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen, die von der amerikanischen Zeitung zitiert wurden, verließ Bondi ihre Wohnung in Washington, nachdem Bundesbeamte für Sicherheit ihr Team vor eskalierenden Drohungen gewarnt hatten. Innerhalb des vergangenen Monats zog sie in geschützte Unterkünfte auf einer Militärbasis im Raum Washington.
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Die Behörden wollten nicht angeben, auf welcher Basis sie sich aufhält. Sicherheitsbehörden geben solche Standorte nur selten bekannt.
Bondi war eng in mehrere politisch heikle Ermittlungen eingebunden, darunter die US-Operation, die zur Festnahme und Anklage des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führte. Außerdem sah sie sich Kritik im Zusammenhang mit dem Umgang des Justizministeriums mit Ermittlungen rund um den verurteilten Finanzier Jeffrey Epstein ausgesetzt.
Das Justizministerium hat die Drohungen bislang nicht öffentlich näher erläutert, und Bondis Büro äußerte sich auf Anfrage des Mediums nicht zu dem Umzug. Der Schritt zeigt, wie sich die Sicherheitsrisiken für hochrangige US-Amtsträger über traditionelle politische Bedrohungen hinaus ausgeweitet haben.
Spannungen über Washington hinaus
Diese Sicherheitsbedenken entwickeln sich vor dem Hintergrund weiter zunehmender Spannungen zwischen Washington und Teheran.
Nach Angaben von The Mirror richteten iranische Vertreter eine Warnung an Präsident Donald Trump, nachdem dieser mit schweren Vergeltungsmaßnahmen gedroht hatte, falls Iran Öllieferungen durch die Straße von Hormus – eine zentrale Route für die weltweite Energieversorgung – stören sollte.
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Ali Ardashir Larijani vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat Irans reagierte scharf:
„Die Aschura-Nation Iran hat keine Angst vor Ihren leeren Drohungen. Selbst jene, die größer waren als Sie, konnten die iranische Nation nicht auslöschen. Seien Sie vorsichtig, damit Sie nicht selbst ausgelöscht werden!“
Trump hatte zuvor gewarnt, dass jede Störung der Schifffahrt durch die Wasserstraße eine kraftvolle Reaktion auslösen würde.
„Wenn Iran irgendetwas tut, das den Ölfluss durch die Straße von Hormus stoppt, werden sie von den Vereinigten Staaten von Amerika zwanzigmal härter getroffen werden als bisher“, schrieb er.
Er fügte hinzu, eine weitere Eskalation könne bedeuten, dass „Tod, Feuer und Zorn über sie hereinbrechen werden — aber ich hoffe und bete, dass es nicht dazu kommt!“
Quellen: The New York Times, The Mirror