In Wismar ist ein Mann bei einem riskanten Eisbadeversuch ums Leben gekommen.
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Der 40-Jährige wurde am Montagmittag tot aus einem zugefrorenen Löschwasserteich geborgen.
Die Polizei hat Ermittlungen zu den genauen Umständen aufgenommen.
Notruf löst Großeinsatz aus
Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers ging der Notruf kurz vor 9 Uhr am Morgen bei der Rettungsleitstelle ein.
Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei machten sich daraufhin auf den Weg in den Stadtteil Wendorf.
Am Zierower Weg befindet sich ein rund zwei Meter tiefer Löschwasserteich, der wegen der niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage vollständig zugefroren war.
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Hinweise auf geplantes Eisbaden
Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Gegenstände, die auf ein geplantes Eisbaden hindeuteten.
Auf der Eisfläche stand eine Kamera auf einem Stativ, daneben befanden sich zwei ausgesägte Öffnungen im Eis sowie ein Handtuch.
Das Fahrzeug des Mannes war in unmittelbarer Nähe des Teiches abgestellt. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen lief die Kamera noch, als die Polizei eintraf.
Suche unter dicker Eisschicht
Zunächst galt der Mann als vermisst. Unter einer etwa fünf bis sieben Zentimeter dicken Eisschicht begann ein umfangreicher Sucheinsatz.
Feuerwehrleute öffneten mit Kettensägen weitere Stellen im Eis, um den Teich systematisch abzusuchen. Der Bereich, an dem der Mann ins Wasser gegangen sein soll, war rund 1,70 Meter tief.
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Leiche am Mittag geborgen
Gegen Mittag bestätigte sich der schlimmste Verdacht. Eine Sprecherin der Polizei Wismar erklärte, der Mann sei nur noch tot geborgen worden.
Die Bergung erfolgte gegen 12.45 Uhr. Die Polizei prüft nun, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte.
Quelle: Bild