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Trump verspottet Selenskyj mit Vergleich zu Zirkusshowman P.T. Barnum

Donald Trump, Volodymyr Zelenskyj
The White House / Wiki Commons

Die Beziehungen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj waren lange von Spannungen und Unberechenbarkeit geprägt.

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Ihr früheres Treffen im Weißen Haus, bei dem Trump den ukrainischen Präsidenten öffentlich zurechtwies, unterstrich die Belastung zwischen Washington und Kiew. Obwohl sich die Beziehungen in den vergangenen Monaten scheinbar stabilisiert haben, bestehen weiterhin Fragen zu Trumps Ukraine-Politik und seiner Haltung gegenüber Moskau.

Nun deuten neue Äußerungen des US-Präsidenten darauf hin, dass das Verhältnis weiterhin kompliziert bleibt.

Nächtlicher Seitenhieb

In einem über Nacht auf Truth Social veröffentlichten Beitrag griff Trump Selenskyj an und kritisierte den Umfang der US-Militärhilfe für die Ukraine.

Er begann mit der Behauptung, dass „die Bestände der Vereinigten Staaten an mittel- und mittelhochwertiger Munition noch nie größer gewesen sind“.

„Dank dieser Bestände (sie sind besser als die besten Bestände anderer Länder!) können wir Kriege unbegrenzt führen und dabei erfolgreich sein“, schrieb er und bezog sich unter anderem auf laufende Militäroperationen im Nahen Osten.

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„PT Barnum Selenskyj“

Anschließend wandte sich Trump direkt der Ukraine zu.

„Sleepy Joe Biden hat all seine Zeit und all unser Geld unserem Land gewidmet und es an PT Barnum Selenskyj aus der Ukraine verschenkt (PT Barnum ist ein berühmter Zirkusunternehmer des 19. Jahrhunderts, ein Meister der Selbstvermarktung – Anm. d. Red.) – Hunderte Milliarden Dollar – und obwohl er so viel Spitzenmunition (KOSTENLOS!) abgegeben hat, hat er sich nicht darum gekümmert, sie zu ersetzen“, sagte er.

Zum Abschluss lobte er seine eigene Verteidigungspolitik: „Zum Glück habe ich in meiner ersten Amtszeit die Streitkräfte wieder aufgebaut und tue das auch jetzt. Die Vereinigten Staaten sind bestens ausgestattet und bereit für einen GROSSEN SIEG!!!“

Sorgen um Bestände

Trumps Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Berichten in US-Medien über Unruhe in Verteidigungskreisen.

Die Washington Post berichtete, dass hochrangige Militärvertreter besorgt über schwindende Luftverteidigungssysteme und eine mögliche weitere Eskalation im Nahen Osten seien.

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Auch das Wall Street Journal meldete Bedenken hinsichtlich der Bestände an Abfangraketen und warnte, dass reduzierte Reserven Washingtons Handlungsspielraum in einer breiteren Konfrontation einschränken könnten.

Die jüngsten Aussagen dürften die Debatte über die US-Unterstützung für die Ukraine und die Ausrichtung der amerikanischen Außenpolitik weiter anheizen.

Quellen: Erklärung von Donald Trump auf Truth Social, WP.