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Umfrage: Nur 17 % der Amerikaner unterstützen Trumps Grönland-Pläne

Donald Trump
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Nur jeder fünfte Amerikaner unterstützt die Bestrebungen von Donald Trump, Grönland zu annektieren, wie eine Umfrage zeigt.

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Eine neue Umfrage von Reuters/Ipsos ergibt, dass lediglich 17 % der US-Amerikaner den Vorstoß von Präsident Donald Trump zum Erwerb Grönlands unterstützen. Zudem stößt der Einsatz militärischer Gewalt zu diesem Zweck auf breite Ablehnung.

Viele Befragte äußerten außerdem die Sorge, dass das Vorhaben die Bündnisse der USA belasten könnte, berichtet Reuters.

Öffentliche Meinung überwiegend negativ

Die Umfrage, die Anfang Januar 2026 über einen Zeitraum von zwei Tagen durchgeführt wurde, zeigt, dass nahezu die Hälfte der Amerikaner (47 %) die Bemühungen um den Erwerb Grönlands ablehnt, während 35 % unentschlossen sind.

Nur 17 % sprachen sich ausdrücklich für die Politik aus.

Jeder Fünfte gab an, von den Grönland-Plänen bislang nichts gewusst zu haben – ein Hinweis darauf, wie wenig das Thema für viele erwachsene US-Bürger von Bedeutung ist.

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Militärische Gewalt stark abgelehnt

Die Unterstützung für den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme Grönlands ist äußerst gering.

Nur etwa 4 % der Amerikaner halten es für eine gute Idee, die Insel mit Gewalt von Dänemark zu übernehmen – darunter lediglich 10 % der Republikaner und „fast keine Demokraten“, wie die Umfrage zeigt.

Rund 71 % der Befragten bezeichneten dies als schlechte Idee, wobei sich in beiden Parteien klare Mehrheiten dagegen aussprachen.

Eine weitere aktuelle Umfrage kommt zu ähnlichen Ergebnissen: In einer YouGov-Erhebung lehnten fast 73 % der Amerikaner eine militärische Übernahme Grönlands durch die USA ab, nur etwa 8 % sprachen sich dafür aus. Sowohl Demokraten als auch Republikaner waren überwiegend dagegen.

Sorge um Bündnisse

Etwa 66 % der Befragten gaben an, besorgt zu sein, dass das Streben nach Grönland der NATO und den Beziehungen der USA zu europäischen Verbündeten schaden könnte.

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Darunter waren 91 % der Demokraten und 40 % der Republikaner.

Dänemark hat gewarnt, dass jeder Versuch, militärische Gewalt einzusetzen, die NATO gefährden würde – das 75 Jahre alte transatlantische Verteidigungsbündnis, das seit dem Zweiten Weltkrieg eine zentrale Rolle für die westliche Sicherheit spielt.

Trumps Begründung und diplomatischer Widerstand

Trump argumentiert, Grönland sei strategisch von großer Bedeutung und reich an Bodenschätzen. Er brachte Optionen ins Spiel, die von finanziellen Anreizen bis hin zu militärischem Druck reichen, um die Kontrolle der USA zu sichern.

Die Regierung Grönlands und Dänemark haben die Idee entschieden zurückgewiesen. Führende Politiker bekräftigten ihren Wunsch, Teil des Königreichs Dänemark und der NATO zu bleiben.

Andere Umfragen zeigen zudem, dass die Bevölkerung Grönlands selbst einen Beitritt zu den Vereinigten Staaten klar ablehnt.

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Demnach sprechen sich rund 85 % der Grönländer gegen den Vorschlag aus – ein Umstand, der einen möglichen Erwerb sowohl völkerrechtlich als auch in der öffentlichen Wahrnehmung erheblich erschwert.

Quellen: Reuters, Ipsos, YouGov