Startseite Deutschland Vom Zufall zum Markenzeichen: Penny macht Schaf-Besuch zur Dauergeschichte

Vom Zufall zum Markenzeichen: Penny macht Schaf-Besuch zur Dauergeschichte

Supermarked, store, handla
MKPhoto12 / Shutterstock.com

Was als skurriler Moment in einem unterfränkischen Supermarkt begann, ist inzwischen Teil einer gezielten Markeninszenierung. Penny nutzt einen ungeplanten Vorfall, um Aufmerksamkeit, Sympathie und regionale Bindung dauerhaft zu verankern.

Gerade lesen andere

Der Fall zeigt, wie schnell sich Alltagsereignisse im digitalen Zeitalter zu PR-Geschichten entwickeln können.

Marketing mit Momentum

Die Penny-Filiale im unterfränkischen Burgsinn trägt inzwischen offiziell einen neuen Namen: „Penny Schafsinn“, wie inFranken.de unter Berufung auf dpa berichtet. Der Discounter reagierte damit auf die enorme Resonanz, die ein ungewöhnlicher Zwischenfall Anfang Januar ausgelöst hatte.

Nach Angaben des Unternehmens erinnern Plakate und Aufsteller im Markt an den tierischen Besuch. Zusätzlich übernimmt Penny die Patenschaft für eine Schafherde mit rund 700 Tieren und stellt deren Winterfutter bereit.

Philipp Stiehler, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Penny Südwest, sagte, wie inFranken.de berichtet, gegenüber News5: „Das war ein großes Glück für uns“. Die Reichweite des Vorfalls sei außergewöhnlich gewesen.

Ein Moment wird viral

Auslöser war der Besuch von rund 50 Schafen am 5. Januar 2026. Die Tiere hielten sich etwa 20 Minuten im Kassenbereich der Filiale auf, wie Penny gegenüber dpa bestätigte.

Lesen Sie auch

Videos und Fotos verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken und schafften es bis in die 20-Uhr-Tagesschau. Auch der Bayerische Rundfunk und überregionale Zeitungen griffen das Thema auf.

Schäfer Dieter Michler erklärte dem Bayerischen Rundfunk, die Tiere hätten sich vermutlich von Eicheln am Boden ablenken lassen, wie inFranken.de berichtet. Möglich sei auch, dass sie einem Kunden folgten, den sie für eine Futterquelle hielten.

Gelassen reagiert

Filialleiter Jürgen Kippes schilderte gegenüber News5, dass Kunden den Vorfall filmten und sofort in sozialen Medien teilten. „Es ging wie eine Bombe“, sagte er.

Der Schaden im Markt blieb überschaubar. Der Laden wurde noch am selben Tag gereinigt und blieb geöffnet. Eine zusätzliche Grundreinigung folgte an Dreikönig, wie inFranken.de unter Berufung auf die Augsburger Allgemeine berichtet.

Denkmal vor der Tür

Laut ZDFheute soll vor der Filiale künftig eine Bronzeskulptur an die Schafe erinnern. Damit wird der spontane Besuch dauerhaft sichtbar gemacht.

Lesen Sie auch

Der Fall ist ein Beispiel dafür, wie Handelsketten auf ungeplante virale Ereignisse reagieren – und sie in langfristige Markenkommunikation überführen.

Quellen: Augsburger Allgemeine, Bayerischer Rundfunk, dpa, inFranken.de, News5, ZDFheute