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ICE weitet Einsätze auf weiteren von Demokraten geführten Bundesstaat aus

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Nach Minnesota rückt nun ein weiterer Bundesstaat im Nordosten in den Fokus.

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Die bundesweiten Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts in den USA werden ausgeweitet, nachdem eine Reihe von Einsätzen Kritik von demokratischen Politikern ausgelöst hat.

Agenten treffen in Maine ein

Nach Angaben eines derzeitigen US-Regierungsvertreters und eines ehemaligen Beamten der Einwanderungsbehörden sind in dieser Woche mehr als 100 Agenten der Bundesbehörde Immigration and Customs Enforcement im Bundesstaat Maine eingetroffen.

Reuters berichtete, dass der Einsatz Teil einer umfassenderen Operation der Trump-Regierung zur Bekämpfung illegaler Einwanderung ist.

Der ehemalige Beamte sagte, dass sich der Einsatz in Maine voraussichtlich auf Flüchtlingsgemeinschaften konzentrieren werde. In dem Bundesstaat leben mehrere solcher Gruppen, darunter auch Somalier.

Die Aussagen erfolgten zu einem Zeitpunkt, als lokale Behörden und Vertreter von Migrantenorganisationen erklärten, sie hätten seit Wochen mit der Ankunft zusätzlicher Bundesbeamter gerechnet.

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Widerstand vor Ort

Die Gouverneurin von Maine, die Demokratin Janet Mills, kritisierte den Kurs der Regierung bereits im Vorfeld des Einsatzes.

In der vergangenen Woche sagte sie, die von der Trump-Regierung angewandten aggressiven Methoden seien im Bundesstaat „nicht willkommen“.

Landesbehörden und Gemeinschaftsorganisationen äußerten ihre Sorge über die Auswirkungen der Operation auf Flüchtlingsgruppen.

Sie argumentieren, dass verstärkte Kontrollen Gemeinschaften destabilisieren und das Verhältnis zwischen Bewohnern und Strafverfolgungsbehörden belasten könnten.

Das Weiße Haus hat den Umfang und die Dauer des Einsatzes in Maine bislang nicht öffentlich erläutert.

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Präzedenzfall Minnesota

Der Einsatz folgt auf eine deutlich größere Operation in Minnesota, wo in den vergangenen Wochen rund 3.000 Bundesbeamte entsandt wurden, um gegen illegale Einwanderung vorzugehen.

Dort haben sich die Spannungen zwischen Bundes- und Landesbehörden verschärft.

Die Lage eskalierte, nachdem ein ICE-Beamter Anfang dieses Monats während eines Einsatzes die US-Staatsbürgerin Renee Good erschoss und den venezolanischen Migranten Julio Cesar Sosa-Celis verletzte, als versucht wurde, ihn festzunehmen.

Die Vorfälle lösten Proteste und scharfe Kritik von demokratischen Politikern und lokalen Entscheidungsträgern aus.

Widersprüchliche Darstellungen

Das Heimatschutzministerium verteidigte die in beiden Fällen beteiligten ICE-Agenten und erklärte, sie hätten unter Bedrohung gehandelt. Demokraten und lokale Behörden wiesen diese Darstellung zurück.

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Sie argumentierten, dass Bundesbeamte überhaupt nicht in Minneapolis hätten operieren dürfen, und warfen der Regierung Machtmissbrauch vor.

Während ICE seine Einsätze auf weitere von Demokraten geführte Bundesstaaten ausweitet, zeichnen sich anhaltende Konflikte zwischen Bundesbehörden und lokalen Regierungen ab.

Quellen: Reuters, Agerpres, Hotnews