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Studie untersucht Zusammenhang zwischen Ernährung und Autismus

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Wissenschaftler haben neue Hinweise darauf gefunden, dass bestimmte alltägliche Lebensmittel mit Autismus in Verbindung stehen könnten.

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Die Ergebnisse stammen aus einer Studie chinesischer Forscher und deuten auf mögliche Zusammenhänge zwischen langfristigen Ernährungsgewohnheiten, genetischen Faktoren und dem Immunsystem hin.

Keine Ursache, keine Heilung

Die Untersuchung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Frontiers of Nutrition, macht deutlich, dass Ernährung weder Autismus verursacht noch heilt.

Vielmehr könnten einzelne Lebensmittel indirekt eine Rolle spielen, indem sie immunologische Prozesse beeinflussen, die bei der Entwicklung oder Ausprägung der Störung eine geringe Bedeutung haben.

Drei Lebensmittel im Fokus

Das Forschungsteam der Qilu-Klinik der Shandong-Universität identifizierte drei Nahrungsmittel mit auffälligen Zusammenhängen: Vollkornnudeln, Schmelzkäse und Bananen.

Menschen mit einer genetischen Veranlagung zum häufigeren Verzehr glutenreicher Produkte wie Vollkornnudeln oder kaseinhaltiger Lebensmittel wie Schmelzkäse zeigten eine höhere Anfälligkeit für Autismus.

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Die Autoren verwiesen zudem auf frühere Studien, die nahelegen, dass gluten- und kaseinfreie Diäten bei manchen Betroffenen Symptome lindern könnten – allerdings ohne eindeutige Beweise.

Mögliche positive Effekte von Bananen

Bananen wurden hingegen mit potenziell positiven Effekten in Verbindung gebracht. Sie enthalten Ballaststoffe sowie Tryptophan, eine Aminosäure, die für die Serotoninproduktion wichtig ist und bei der Emotionsregulation eine Rolle spielt. Beides könnte Darmgesundheit und emotionales Gleichgewicht unterstützen.

Die Forscher betonten jedoch:

„Es ist wichtig zu beachten, dass Bananen zwar potenzielle Vorteile für Kinder mit Autismus haben können, jedoch keine direkte therapeutische Wirkung auf Autismus besitzen.“

Vorsicht bei der Interpretation

Die Wissenschaftler warnten davor, die Ergebnisse zu überbewerten.

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Sie erklärten

„Obwohl diese Studie wichtige Erkenntnisse liefert, sind umfangreichere epidemiologische und experimentelle Untersuchungen notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen.“

Ziel der Forschung sei es, Familien besser zu informieren und die komplexe Rolle des Immunsystems bei Autismus weiter zu verstehen.

Quelle: Frontiers of Nutrition, Express

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