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Die Lebenserwartung von Russen an der Front wird inzwischen nur noch in Tagen gemessen

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Artyom Sobolev / Shutterstock.com

Ende 2024 war es noch ein Monat.

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Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt in den USA beträgt etwa 78 Jahre.

In Deutschland liegt dieser Wert bei 81,7 Jahren.

In der Ukraine lag die erwartete Lebenserwartung bei der Geburt in den Jahren 2023–2024 bei 73,4 Jahren, wobei die russische Invasion diesen Wert stark beeinträchtigt hat.

Im Jahr 2023 lag die Lebenserwartung bei der Geburt in Russland bei etwa 73 Jahren.

Es gibt natürlich große Unterschiede in den jeweiligen demografischen Strukturen, wobei Frauen in der Regel länger leben als Männer. In der Ukraine und in Russland wirkt sich der bald vier Jahre andauernde Krieg auf beiden Seiten massiv auf die Lebenserwartung aus – insbesondere in Russland.

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Lebenserwartung an der Front

So berichtete Forbes im November 2024, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Rekruten nach seiner Ankunft an der Front bei einem Monat lag.

Etwa zur gleichen Zeit berichtete Euromaidan Press, dass die Lebenserwartung unter russischen Rekruten an der Front in dem damals stark umkämpften Gebiet rund um Myrnohrad nur zwei Wochen betrug.

Seitdem ist die Lebenserwartung weiter gesunken, bedingt durch die russische Strategie, mit massiven Truppenzahlen gegen die ukrainischen Linien vorzugehen.

Laut The Telegraph liegt die durchschnittliche Lebenserwartung eines russischen Rekruten an der Front in der Ukraine inzwischen bei nur noch 72 Stunden – dort, wo die Kämpfe am heftigsten sind.

Vier Stunden im „Fleischwolf“

Im Jahr 2023, als die Kämpfe um Bachmut tobten, interviewte ABC News einen ehemaligen US-Marine, der auf der Seite der Ukraine kämpfte. Er beschrieb die Lage vor Ort als „ziemlich schlimm“ und sprach von einer hohen Zahl an Verlusten.

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Er erklärte, dass die Lebenserwartung an der Frontlinie zu diesem Zeitpunkt nur noch bei vier Stunden gelegen habe.

Die Schlacht um Bachmut wurde für beide Seiten als „Fleischwolf“ beschrieben, aufgrund der damaligen russischen Strategie, die Stadt mit wellenförmigen Infanterieangriffen einzunehmen.

Die Schlacht dauerte neun Monate, und die BBC berichtete im Frühjahr 2024, dass mindestens 50.000 Soldaten in den Kämpfen nachweislich ums Leben gekommen seien.

Quellen: Forbes, Euromaidan Press, The Telegraph, ABC News, BBC

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