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Wird die Ukraine von Russland und den USA getäuscht? Ehemaliger Botschafter warnt vor versteckten Risiken

Donald Trump, Vladimir Putin
Joshua Sukoff, Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

Diplomatische Verhandlungen zur Beendigung von Kriegen finden oft hinter verschlossenen Türen statt.

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Für die Öffentlichkeit dringen in der Regel nur Bruchstücke dieser Gespräche nach außen.

Im Fall der Ukraine hat der Mangel an Klarheit über Gespräche unter Beteiligung Russlands und der Vereinigten Staaten bei ehemaligen hochrangigen Beamten Sorgen darüber ausgelöst, was sich dem Blick entzieht.

Sorgen um Transparenz

Der ehemalige ukrainische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Valery Chaly, hat gewarnt, dass die ukrainische Bevölkerung möglicherweise nicht vollständig über laufende Verhandlungen mit Beteiligung Russlands informiert wird.

Nach Ansicht von Chaly liegt die Gefahr nicht in einzelnen Klauseln möglicher Abkommen, sondern darin, wie viel der öffentlichen Kontrolle vorenthalten wird.

Er betonte, dass Geheimhaltung selbst zu einem Risiko werden kann, wenn die Gesellschaft gebeten wird, Ergebnissen zu vertrauen, die sie nicht vollständig bewerten kann.

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Frage der Souveränität

Im Kern aller Verhandlungen stehe, so Chaly, die Frage der Unabhängigkeit der Ukraine als Verhandlungspartner.

„Die Hauptfrage ist, ob die Ukraine eine unabhängige Partei bleibt oder ob der Dialog nur unter Druck fortgesetzt wird“, betonte Chaly.

Er warnte, dass Gespräche unter äußerem Einfluss die Position der Ukraine untergraben könnten, unabhängig davon, wie sie dargestellt werden.

Versprechen und Wortwahl

Chaly merkte an, dass der Öffentlichkeit Zusagen gemacht werden, die als vollständige Sicherheitsgarantien der Vereinigten Staaten beschrieben werden, sowie finanzielle Unterstützung in einer möglichen Höhe von Hunderten Milliarden Dollar.

Gleichzeitig warnte er, dass diplomatische Formulierungen ungelöste oder umstrittene Punkte verbergen können, insbesondere im Hinblick auf territoriale Fragen.

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Nach Angaben des ehemaligen Botschafters werden Verweise auf die von ihm so genannte „Anchorage-Formel“ häufig verschleiert, obwohl die Gespräche Berichten zufolge in Moskau weitergehen.

Risiko einer öffentlichen Ablehnung

Dieser Mangel an Klarheit, so Chaly, berge eine ernsthafte Gefahr, falls Vereinbarungen ohne transparente Bedingungen erzielt würden.

„Solche Verhandlungen ähneln derzeit einem ‚Kauf der Katze im Sack‘, bei dem der Inhalt der Abkommen unklar ist und die Erwartungen auf abstrakten Versprechen beruhen“, sagte Chaly.

Er warnte, dass selbst Optionen, die Verhandler für akzeptabel halten könnten, letztlich von der ukrainischen Gesellschaft abgelehnt werden könnten.

Quellen: LA.LV

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