Die Theorie wurde behandelt – jetzt ist es an der Zeit, sie in die Praxis umzusetzen.
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Im September 2025 drangen mehrere Drohnen in den NATO-Luftraum verschiedener Länder ein. Die Drohnen wurden als russisch eingestuft, was Russland jedoch bestritt.
Am 18. September 2025 veröffentlichten die lettischen Nationalen Streitkräfte (NBS) auf X ein Bild, das die Trümmer dessen zeigte, was offenbar eine Drohne war. In dem Beitrag wurde nicht angegeben, ob es sich bei den Trümmern um eine russische Drohne handelte, doch Analysten merkten damals an, dass sie dem Heck einer russischen Gerbera-Drohne ähnelten.
Und nun bereitet sich Lettland darauf vor, seine Jugend auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Drohnen (auch militärische) zum Alltag gehören. Der Artikel wird unten fortgesetzt.
Theorie abgeschlossen, Praxis folgt
Das lettische Verteidigungsministerium teilte der Nachrichtenagentur LETA mit, dass praktische Schulungen zur Bedienung unbemannter Luftfahrzeuge im Laufe des zweiten Semesters des laufenden Schuljahres schrittweise eingeführt werden sollen, berichtet Delfi.
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Lettland ist einer der baltischen Staaten und grenzt an Russland.
In den vergangenen zwei Jahren haben die Landesverteidigungskurse die theoretischen Fähigkeiten und Einsatzmöglichkeiten von Drohnen behandelt. Die geplante Aktualisierung soll nun direkte praktische Erfahrungen im Umgang mit dieser Technologie hinzufügen.
Nach Angaben des Ministeriums soll dieser Schritt auf dem bestehenden Unterricht aufbauen und ihn nicht ersetzen, sondern die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit modernen Verteidigungsinstrumenten erweitern.
Erste Pilotprojekte laufen
Das praktische Interesse an Drohnenkompetenzen wurde bereits außerhalb des Klassenzimmers erprobt. Im Sommer 2025 organisierte das Jaunsardze-Zentrum interessenbasierte Bildungscamps mit Schwerpunkt auf dem Betrieb von Drohnen.
An dem Pilotprogramm nahmen 28 Schülerinnen und Schüler teil, wie aus Informationen hervorgeht, die LETA zur Verfügung gestellt wurden. Ähnliche Camps sind für den kommenden Sommer geplant.
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Die Behörden sehen die Camps als Möglichkeit, das Interesse der Jugendlichen zu messen und die Ausbildungsansätze vor einer breiteren Einführung an Schulen weiterzuentwickeln.
Verpflichtender Verteidigungsunterricht
Die Ausweitung der Ausbildung fügt sich in einen umfassenderen politischen Kurswechsel ein. Wie in der Begründung zum Gesetzentwurf festgehalten, sieht das vom Seimas am 5. Oktober 2023 verabschiedete Nationale Verteidigungskonzept vor:
„Ab dem Schuljahr 2024/2025 werden Landesverteidigungsstunden ein verpflichtender Bestandteil der Sekundarschulbildung, um den Schülerinnen und Schülern grundlegende Fähigkeiten für das Handeln in Krisen- und Kriegssituationen zu vermitteln sowie die Entwicklung eines verantwortungsbewussten staatsbürgerlichen Bewusstseins zu fördern.“
Die Landesverteidigungskurse sind als Grundkurs konzipiert und umfassen Inhalte zu Gesundheit, Sicherheit und körperlicher Aktivität.
Sie finden über zwei Schuljahre hinweg einmal im Monat an jeweils einem vollen achtstündigen Tag statt, mit Ausnahme der Monate September und Januar.
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Quellen: LETA, Verteidigungsministerium, Seimas
