Der Krieg in der Ukraine fordert weiterhin einen hohen Tribut von Zivilisten und lebenswichtigen Diensten.
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Beim jüngsten Vorfall wurde eine medizinische Einrichtung am helllichten Tag getroffen.
Lokale Behörden sagen, der Angriff sei Teil eines breiteren Musters intensiverer Angriffe in der Region.
Mittagsangriff
Russische Streitkräfte trafen am 1. Februar gegen Mittag eine Entbindungsklinik in der Stadt Saporischschja, wie Iwan Fedorow, Leiter der Regionalen Militärverwaltung Saporischschja, mitteilte. Er sagte, bei dem Angriff seien mindestens sechs Zivilisten verletzt worden.
Zwei Frauen wurden verletzt, während sie sich im Krankenhaus medizinischen Untersuchungen unterzogen, schrieb Fedorow auf seinem offiziellen Telegram-Kanal.
Am frühen Nachmittag bestätigten die Behörden, dass die Zahl der Verletzten auf sechs gestiegen sei.
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Die verwendete Waffe wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
Luftalarm
Etwa eine Stunde vor dem Angriff gab die ukrainische Luftwaffe eine Warnung heraus, dass gelenkte Fliegerbomben, sogenannte KABs, in Richtung Saporischschja und Umgebung abgefeuert worden seien.
Ukrainische Behörden haben bisher nicht bestätigt, ob solche Munition beim Angriff auf das Krankenhaus eingesetzt wurde.
Von der Regionalverwaltung veröffentlichte Bilder zeigten schwere Schäden im Inneren der Einrichtung, darunter zerbrochene Fenster, eingestürzte Deckenverkleidungen und verrauchte Korridore.
Rettungsdienste wurden zum Ort entsandt, und die Verletzten wurden zur Behandlung gebracht.
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Breiterer Angriff
Laut einer separaten Mitteilung der Regionalen Militärverwaltung Saporischschja führten russische Streitkräfte am Vortag 383 Angriffe in der gesamten Region durch.
Die Angriffe richteten sich gegen 26 Ortschaften.
Im Bezirk Saporischschja wurden bei weiteren Vorfällen zwei zusätzliche Zivilisten verletzt, eine 57-jährige Frau und ein 54-jähriger Mann.
Die Behörden registrierten außerdem 48 Meldungen über Schäden an Wohngebäuden, zivilen Fahrzeugen und öffentlicher Infrastruktur.
Gesundheitswesen unter Beschuss
Das ukrainische Gesundheitsministerium erklärte zuvor, dass seit Beginn der groß angelegten Invasion im Jahr 2022 mehr als 2.300 medizinische Einrichtungen durch russische Angriffe beschädigt oder zerstört wurden.
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Mindestens 305 dieser Einrichtungen wurden vollständig zerstört.
Das Ministerium berichtete außerdem, dass mehr als 100 Krankenwagen während der Kämpfe zerstört, beschädigt oder beschlagnahmt wurden.
Saporischschja zählt zu den Regionen, die besonders stark von Angriffen auf die Gesundheitsinfrastruktur betroffen sind.
Quellen: Ukrainisches Gesundheitsministerium, United24Media.