Startseite Nachrichten Putin-propagandist droht Deutschland: „Wir waren schon dreimal dort“

Putin-propagandist droht Deutschland: „Wir waren schon dreimal dort“

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Eine dem Kreml nahestehende russische Medienfigur hat eine Reihe aggressiver Aussagen gegen Deutschland und Europa geäußert. Die online verbreiteten Bemerkungen haben wegen ihrer offenen Drohungen und weitreichenden historischen Behauptungen Aufmerksamkeit erregt.

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Die Äußerungen fallen in eine Phase verschärfter Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und sind Teil eines breiteren Stroms feindseliger Rhetorik aus russisch staatlich verbundenen Kreisen.

Drohende Rhetorik

Laut o2.pl teilte der ukrainische Politiker Anton Heraschtschenko eine Aufnahme mit Dmitri Rode, der als russischer Propagandist von Präsident Wladimir Putin beschrieben wird. In dem Clip behauptet Rode, Europa befinde sich seit Jahrhunderten im Konflikt mit Russland.

„Seit tausend Jahren versucht Europa, gegen Russland zu kämpfen“, sagt Rode in der Aufnahme.

Er argumentiert, Bemühungen um Friedensverhandlungen in der Ukraine seien bedeutungslos, und betont, dass allein ein militärischer Sieg zähle. „Was zählt, ist der Sieg über den Feind“, fügt er hinzu.

Fokus auf Deutschland

Einen Teil seiner schärfsten Worte richtet Rode gegen Deutschland und greift dabei auf historische militärische Besetzungen zurück. „Wir wollen die russische Flagge über Berlin“, sagt er.

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Anschließend zählt er historische Momente auf, in denen russische Truppen in Deutschland einmarschierten, und verweist auf die Jahre 1760, 1813 und 1945. „Wir waren schon dreimal dort, und es wird ein viertes Mal geben“, erklärt Rode.

„Es spielt keine Rolle, ob wir dorthin marschieren oder ob unsere Luftwaffe eintrifft, um sie zum Frieden zu zwingen“, fügt er hinzu.

Behauptungen eines größeren Krieges

In derselben Aufnahme behauptet Rode, Deutschland selbst habe eingeräumt, sich im Krieg mit Russland zu befinden. „Der deutsche Bundeskanzler sagt, wir sind im Krieg mit Russland“, erklärt er.

„Sie erklären bereits, dass wir gegen Russland kämpfen. Heute kämpfen wir in der Ukraine gegen NATO-Soldaten“, behauptet Rode, ohne dafür Belege vorzulegen.

Zudem deutet er an, der Krieg könne noch etwa zwei Jahre andauern und solle erst mit dem enden, was er als „Kapitulation Europas“ bezeichnet.

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Kontext der Informationskriegsführung

Viele der von russischen Staatsmedien und Amtsträgern verbreiteten Informationen wurden von unabhängigen Quellen bestritten oder als falsch erwiesen. Analysten und Regierungen warnen seit Langem, dass solche Aussagen Teil der russischen Strategie der Informationskriegsführung sind.

Die von Heraschtschenko hervorgehobenen Äußerungen gingen nicht mit offiziellen politischen Ankündigungen des Kremls einher.

Quellen: o2.pl, Anton Heraschtschenko