Russlands wirtschaftliche Belastung wird immer schwerer zu ignorieren, da der Druck durch Sanktionen und hohe Zinsen auf zentrale Sektoren übergreift.
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Neue Berichte weisen auf wachsende Schwierigkeiten im Bauwesen hin, einer Branche, die einst durch staatliche Ausgaben und günstige Kredite gestützt wurde.
Die jüngsten Insolvenzen sind ein weiteres Zeichen dafür, dass die Gesamtwirtschaft an Schwung verliert.
Wachsende Belastungen
Westliche Sanktionen belasten Russlands Finanzen weiterhin stark. In dieser Woche zeigten offizielle Zahlen, dass die Öl- und Gaseinnahmen, ein Grundpfeiler des Staatshaushalts, im Jahr 2025 um etwa ein Fünftel gefallen sind.
Andere Branchen wurden bereits hart getroffen. Wohnungsentwickler und Kohleproduzenten kämpfen, seit die Kreditkosten nach strenger Geldpolitik der Zentralbank stark gestiegen sind.
Nun trifft es auch die Bauindustrie.
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Unternehmen brechen zusammen
Laut der russischen Zeitung Iswestija sind mehrere große Bauunternehmen entweder bereits insolvent oder stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Die gemeinsamen Schulden belaufen sich auf nahezu 1 Million Euro.
SC Donstroy mit Sitz in Rostow am Don wurde für insolvent erklärt, nachdem das Unternehmen Schulden in Höhe von 11 Millionen Rubel angehäuft hatte, rund 115.000 Euro.
Ein weiteres Unternehmen, die LLC „STEK“, brach im vergangenen Jahr zusammen und hinterließ Verbindlichkeiten von etwa 39 Millionen Rubel, rund 410.000 Euro.
Schulden häufen sich
Weitere Pleiten scheinen bevorzustehen. Iswestija berichtete, dass die Stroyproekt Group kurz vor der Insolvenz stehe, während Regionstroy bereits gefallen ist, belastet mit Schulden von etwa 43 Millionen Rubel, was rund 450.000 Euro entspricht.
Diese Zahlen verdeutlichen, wie steigende Kosten und strengere Kreditbedingungen Unternehmen über ihre Grenzen treiben, selbst in Regionen weit entfernt von der Frontlinie.
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Düstere Aussichten
Der ukrainische Auslandsgeheimdienst erklärte diese Woche, Russlands Wirtschaft befinde sich zwischen Rezession und beschleunigter Inflation.
„Die strenge Geldpolitik der russischen Zentralbank hat die Geschäftstätigkeit effektiv erstickt und die Stagnation verschärft, die inzwischen systemischen Charakter angenommen hat“, sagte die Behörde.
Sie fügte hinzu, dass auch der Druck auf den Staatshaushalt wachse, da Steueränderungen die Anreize für Unternehmen verringerten, während die hohen Kriegsausgaben trotz sinkender Einnahmen fortgesetzt würden und das Defizit vergrößerten.
Quellen: Iswestija, ukrainischer Auslandsgeheimdienst, Express.