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Ryanairs umstrittenste Sparideen im Rückblick

Ryanair
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Ryanair gilt als Europas kompromissloseste Billigfluggesellschaft.

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Um niedrige Ticketpreise zu sichern, sorgte Airline-Chef Michael O’Leary über Jahre hinweg mit radikalen Sparvorschlägen für Schlagzeilen.

Viele davon wurden nie umgesetzt – sie zeigen jedoch, wie weit das Unternehmen in seiner Kostenlogik zu gehen bereit war.

Mehr Passagiere durch Stehplätze

Bereits 2010 brachte O’Leary die Idee ins Spiel, Flugzeuge mit sogenannten Stehplätzen auszustatten.

Boeing-737-Maschinen sollten neben normalen Sitzen auch Reihen mit „Stehplätzen“ erhalten, um die Kapazität um etwa 20 Prozent zu erhöhen.

Die Pläne stießen auf massiven Widerstand und wurden von Aufsichtsbehörden nicht akzeptiert.

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Nur noch ein Pilot im Cockpit

Ebenfalls 2010 stellte O’Leary öffentlich infrage, warum Verkehrsflugzeuge zwei Piloten benötigen.

„Warum hat jedes Flugzeug eigentlich zwei Piloten?“, fragte er und ergänzte: „Lasst den verdammten Computer fliegen.“

Im Notfall könne angeblich auch ein Flugbegleiter übernehmen. Sicherheitsvorschriften verhinderten eine Umsetzung.

Gebühren für Körpergewicht und Toiletten

2009 prüfte Ryanair eine Zusatzgebühr für stark übergewichtige Passagiere.

Ein Sprecher erklärte damals: Eine solche Abgabe solle nur für „wirklich große Passagiere gelten, die in den Sitzplatz nebenan hineinragen“.

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Im selben Jahr sprach O’Leary über münzbetriebene Bordtoiletten für ein Pfund pro Nutzung.

Ryanairs damaliger PR-Chef Steven McNamara sagte später: „Ich glaube nicht, dass das in absehbarer Zeit passieren wird.“

EU-Vorschriften machten die Idee letztlich unmöglich.

Weniger Komfort an Bord

Weitere Überlegungen betrafen den Verzicht auf Armlehnen, weniger Eis an Bord und ein dünneres Bordmagazin.

Was tatsächlich eingeführt wurde

Realisiert wurde hingegen ein kostenpflichtiges „Business Plus“-Angebot mit Priority Boarding und mehr Beinfreiheit.

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Zudem erhöhte Ryanair zuletzt Prämien für Bodenpersonal, das zu großes Handgepäck entdeckt.

Quelle: LADBIBLE