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Trump lobt Melania: „ein Filmstar“

Trump lobt Melania: „ein Filmstar“
Airman 1st Class Gabrielle Spalding, Public domain, via Wikimedia Commons

Eine neue Dokumentation über Melania Trump hat an den US-Kinokassen überrascht, mit einem starken Start, während sie im Ausland kaum Interesse weckte. Der Kontrast lieferte Donald Trump neues Material, um den jüngsten Erfolg seiner Frau zu feiern.

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Die Resonanz auf den Film hat zudem die Debatte darüber neu entfacht, ob es sich bei dem Projekt um kulturelle Unterhaltung oder um etwas Politischeres handelt.

Starker US-Start

Nach Angaben von WP Wiadomości erzielte die Dokumentation „Melania“ am Eröffnungswochenende in den Vereinigten Staaten Einnahmen von 7 Millionen US-Dollar – der beste Start für eine Dokumentation seit dem Ende der pandemiebedingten Beschränkungen, Konzertfilme ausgenommen.

Damit übertraf das Ergebnis die Prognosen von Box Office Pro, die zwischen 2 und 5 Millionen US-Dollar gelegen hatten, und ließ sogar den von Jason Statham angeführten Actionfilm „The Loner“ hinter sich, der mit 5,5 Millionen US-Dollar startete. US-Kinodaten zufolge bestand das Kernpublikum überwiegend aus weißen Frauen über 55 Jahren, die 73 Prozent der Zuschauer ausmachten.

Auf Rotten Tomatoes bewerteten Zuschauer den Film mit 90 Prozent, während Kritiker lediglich 10 Prozent vergaben – ein Hinweis auf eine stark polarisierte Reaktion.

Lob von Trump

Donald Trump hat wiederholt auf die Performance des Films verwiesen und sie als Beleg für dessen Erfolg dargestellt.

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„Es ist die Nummer-eins-Dokumentation seit 19 Jahren, ist das nicht unglaublich? Ich hatte ein Topmodel, und jetzt habe ich einen Top-Filmstar“, sagte er Reportern zufolge laut WP Wiadomości.

Trump-nahe Medien griffen diese Begeisterung auf und stellten das Eröffnungswochenende als großen Erfolg für die frühere First Lady dar.

Europa schaut weg

In Europa fiel die Reaktion deutlich verhaltener aus. Der Kartenverkauf verlief vor dem Wochenende schleppend, und die Premiere im Vereinigten Königreich soll hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein.

In einem Londoner Vue-Kino wurden für die erste Vorführung des Films Berichten zufolge lediglich drei Tickets verkauft, was die bislang begrenzte internationale Resonanz unterstreicht.

Ein kostspieliges Projekt

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Zudem sind Fragen zu den wirtschaftlichen Hintergründen von „Melania“ aufgekommen. Amazon soll Berichten zufolge 40 Millionen US-Dollar für die Rechte gezahlt haben und weitere 35 Millionen US-Dollar für die Vermarktung eingeplant haben, womit sich die Gesamtkosten auf rund 75 Millionen US-Dollar belaufen.

David A. Gross, Leiter von Franchise Entertainment Research, sagte WP Wiadomości, der Start sei zwar für eine Dokumentation stark, die Zahlen wären jedoch für einen herkömmlichen Film besorgniserregend.

„Aber dies ist eine politische Investition und kein auf Gewinn ausgerichtetes Filmprojekt“, sagte er und fügte hinzu, dass etwaiger regulatorischer oder politischer Goodwill die Kosten für Amazon vernachlässigbar machen würde.

Ein Blick in den Film

Die Dokumentation begleitet die Ereignisse im Vorfeld der Amtseinführung von Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten aus der Perspektive von Melania Trump. Gezeigt werden unter anderem die Organisation des Machtwechsels, die Koordination der Amtseinführung und der Umzug zurück nach Washington.

Die offizielle Premiere fand am 29. Januar im Kennedy Center in Washington statt und wurde von führenden Persönlichkeiten aus Trumps Umfeld sowie bekannten öffentlichen Figuren besucht.

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Quellen: WP Wiadomości