Die aktuelle Grippesaison sorgt in vielen Teilen Deutschlands für zunehmende Belastung im Gesundheitswesen.
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Arztpraxen melden volle Wartezimmer, Kliniken registrieren mehr Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen.
Nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden befindet sich das Land mitten in einer ausgeprägten Influenzawelle.
RKI beobachtet steigende Infektionszahlen
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) steigt die Zahl der Grippefälle weiter an. Vor allem Influenza-A-Viren seien derzeit verbreitet und für einen Großteil der Erkrankungen verantwortlich.
Parallel dazu nehmen auch andere Atemwegsinfektionen zu.
Besonders deutlich ist der Anstieg beim Respiratorischen Synzytialvirus (RSV), das sowohl Kinder als auch Erwachsene betrifft.
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Insgesamt schätzt das RKI, dass aktuell rund 8,8 Prozent der Bevölkerung an akuten Atemwegserkrankungen leiden.
Das entspricht etwa 7,4 Millionen Menschen. Trotz des Anstiegs bewertet das Institut die Lage derzeit noch als „moderat“.
Corona rückläufig, Kliniken weiter gefordert
Im Gegensatz zur Grippe gehen die Covid-19-Fallzahlen leicht zurück.
Die geschätzte Inzidenz liegt laut RKI bei rund 100 Fällen pro 100.000 Einwohner. Dennoch spielt das Virus in Krankenhäusern weiterhin eine Rolle.
Der Jenaer Pneumologe Prof. Mathias Pletz erklärt, dass weiterhin regelmäßig Covid-19-Patienten behandelt werden, teilweise auch auf Intensivstationen.
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Insgesamt ist die Zahl schwerer Atemwegserkrankungen zwar gesunken, bei Kindern zwischen fünf und 14 Jahren wurden jedoch zuletzt mehr schwere Verläufe registriert.
Impfungen weiterhin empfohlen
Trotz laufender Saison rät Pletz weiterhin zur Grippeschutzimpfung.
Sie sei zwar kein vollständiger Schutz, senke aber deutlich das Risiko schwerer Komplikationen.
Studien zeigten, dass hospitalisierte Grippepatienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarktrisiko haben – besonders Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen.
Quelle: Bild