Karneval steht für Ausgelassenheit, Kostüme und Feiern.
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Während viele Menschen diese Zeit genießen, kann sie für Hunde und Katzen jedoch schnell zur Belastung werden.
Tierschützer warnen davor, Haustiere in das närrische Treiben einzubeziehen – insbesondere durch Verkleidungen oder Besuche von Umzügen.
Stress statt Spaß für Tiere
Was Menschen als lustig empfinden, wird von Tieren oft völlig anders wahrgenommen.
Ungewohnte Kleidung, laute Geräusche und große Menschenansammlungen können bei Hunden und Katzen Stress, Angst oder Unsicherheit auslösen.
Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes sind viele Tiere mit solchen Situationen überfordert und reagieren mit Rückzug oder Panik.
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Gesundheitsrisiken durch Kostüme
Neben dem psychischen Stress bergen Kostüme auch körperliche Risiken. Sie können die Bewegungsfreiheit einschränken und das Verletzungsrisiko erhöhen.
Zudem besteht die Gefahr, dass Tiere Kleinteile verschlucken, auf bestimmte Materialien allergisch reagieren oder mit giftigen Stoffen in Kontakt kommen.
Auch Schnüre, Bänder oder Accessoires können gefährlich werden, wenn sie sich zuziehen oder hängen bleiben.
Eingeschränkte Kommunikation
Hunde und Katzen verständigen sich hauptsächlich über Körpersprache. Stellung von Ohren, Schwanz oder Fell liefern wichtige Signale an Artgenossen und Menschen.
Werden diese Merkmale durch Verkleidungen verdeckt, kann es zu Missverständnissen kommen.
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Das erschwert soziale Interaktionen und erhöht den Stress für das Tier zusätzlich.
Verantwortung der Halter
Der Deutsche Tierschutzbund weist außerdem darauf hin, dass Fotos von verkleideten Haustieren in sozialen Netzwerken problematisch sein können.
Solche Bilder könnten andere dazu ermutigen, Tiere ebenfalls zu kostümieren, und fördern eine Vermenschlichung, die den Bedürfnissen von Haustieren nicht gerecht wird.
Entscheidend sollte stets das Wohl des Tieres sein – nicht der Unterhaltungswert für Menschen.
Quellen: Deutscher Tierschutzbund, Bunte