Startseite Lifestyle Warum Paare beim Kochen so oft streiten

Warum Paare beim Kochen so oft streiten

Couple kitchen cooking
Pixabay

Gemeinsam zu kochen gilt als Inbegriff von Nähe und Alltagsharmonie.

Gerade lesen andere

Doch für viele Paare ist genau die Küche ein Ort, an dem Spannungen besonders schnell sichtbar werden.

Fachleute erklären, warum ausgerechnet hier Konflikte entstehen – und wie sie sich entschärfen lassen.

Die Küche als emotionaler Raum

Aus psychologischer Sicht ist die Küche mehr als nur ein funktionaler Ort.

Der Münchner Psychotherapeut Uwe Linke beschreibt sie als einen Raum mit besonderer Wirkung, in dem Begegnung, Austausch und Genuss zusammenkommen.

Gerade weil dort positive Erwartungen herrschen, reagieren Menschen empfindlicher auf Kritik oder Abweichungen.

Lesen Sie auch

Prägungen aus der Kindheit

Streit entsteht häufig durch tief verankerte Gewohnheiten.

Wie lange Nudeln kochen oder wie Gemüse geschnitten wird, ist für viele keine Nebensache.

Diese Vorstellungen stammen oft aus der Familie und werden kaum hinterfragt.

Linke erklärt, dass solche Regeln häufig als selbstverständlich empfunden werden – und genau deshalb schwer zu relativieren sind.

Machtfragen am Herd

Beim Kochen zeigen sich nicht selten auch unausgesprochene Beziehungsthemen.

Lesen Sie auch

Die Coachin Stefanie Voss aus Mettmann weist darauf hin, dass Machtansprüche in Partnerschaften in der Küche besonders deutlich werden können.

Greift ein Partner ständig ein oder korrigiert den anderen, sollte das offen angesprochen werden.

Für Streitgespräche rät Voss davon ab, Fragen wie „Wer hat recht?“, „Wer ist schuld?“ oder „Wer hat angefangen?“ zu stellen, da sie keine Lösung fördern.

Absprachen statt Ärger

Klare Vereinbarungen können Konflikte vermeiden – etwa darüber, wer kocht und wer aufräumt.

Auch organisatorische Lösungen helfen: getrennte Arbeitsbereiche oder ein Wechsel beim Kochen sorgen für Entlastung.

Lesen Sie auch

Am Ende geht es nicht um perfekte Abläufe, sondern darum, den gemeinsamen Moment zu genießen.

Quelle: Bunte