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BMW gibt dringende weltweite Warnung heraus, die Hunderttausende Fahrzeuge betrifft

BMW Headquarters, Munich, BMW hovedkvarter
Helga King / Shutterstock.com

BMW hat einen umfassenden Rückruf gestartet, der Hunderttausende Fahrzeuge weltweit betrifft, nachdem ein Defekt am Anlasser festgestellt wurde, der in extremen Fällen ein Brandrisiko darstellen könnte.

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BMW hat wegen eines weitverbreiteten Problems Alarm geschlagen, das Fahrer in mehreren Märkten betrifft. Das Ausmaß der Maßnahme ist erheblich und kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Deutschlands große Automobilhersteller.

Die Warnung folgt auf interne Prüfungen und eine wachsende Zahl von Kundenmeldungen, die Maßnahmen auf höchster Unternehmensebene auslösten.

BMW bestätigte am Mittwoch, dass weltweit eine „mittlere sechsstellige“ Zahl von Fahrzeugen zurückgerufen wird, nachdem interne Inspektionen und Beschwerden einen Defekt im Zusammenhang mit dem Anlasser aufgedeckt hatten.

Medienberichten zufolge könnten rund 575.000 Fahrzeuge verschiedener Modellreihen betroffen sein. Das Problem betrifft den Magnetschalter des Anlassers.

Ein BMW-Sprecher sagte: „Nach einer hohen Anzahl von Startzyklen kann sich im Inneren des Bauteils verstärkter Verschleiß entwickeln.“

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Frühe Anzeichen

Für viele Fahrer könnte das erste Anzeichen ein erschwertes Starten des Motors sein oder dass das Fahrzeug überhaupt nicht mehr anspringt.

BMW erklärte, dass der Defekt in schwereren Fällen zu übermäßiger Hitzeentwicklung führen könne, wodurch ein potenzielles Brandrisiko entstehe.

Ein Sprecher des ADAC warnte: „Metallabrieb im Magnetschalter könnte einen Kurzschluss auslösen, der zu einer Überhitzung am Anlasser führt — möglicherweise sogar während der Fahrt.“

Der Rückruf betrifft eine breite Palette zentraler Modelle, darunter das 2er Coupé, die 3er Limousine und Touring, das 4er Coupé, Cabrio und Gran Coupé, die 5er Limousine und Touring, den 6er Gran Turismo, die 7er Reihe, X3, X4, X5, X6 sowie den Z4. Auch der Toyota Supra ist aufgrund gemeinsamer BMW-Komponenten betroffen.

Reparatur und Druck

BMW erklärte, dass die Abhilfemaßnahme den Austausch des Anlassers umfasst, wobei bei bestimmten Fahrzeugen zusätzlich eine neue Batterie erforderlich ist.

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In Deutschland wurden Fahrer angewiesen, ihre Fahrzeuge nach dem Start nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Besitzer werden aufgefordert, ihre Fahrzeug-Identifizierungsnummer in offiziellen Rückrufdatenbanken zu überprüfen und gegebenenfalls einen Termin beim Händler zu vereinbaren.

Die Ankündigung folgt auf einen kürzlichen Rückruf in den Vereinigten Staaten, bei dem BMW of North America 87.394 Fahrzeuge wegen Überhitzung des Anlassers und Brandgefahr zurückrief. Obwohl kein formaler Zusammenhang bestätigt wurde, hat die Überschneidung bei Modellen und Fehlerbeschreibungen Aufmerksamkeit erregt.

Die Entwicklung erhöht den Druck auf deutsche Autobauer, die in den vergangenen Jahren mit Abgasskandalen, Softwareproblemen und batteriebezogenen Schwierigkeiten bei Elektrofahrzeugen konfrontiert waren und zugleich mit schwächerer Nachfrage in China sowie zunehmendem globalem Wettbewerb umgehen müssen.

Quellen: Unternehmensmitteilung, ADAC, Medienberichte

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