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Russischer Häftling, der zum Rekruten wurde, bei seinem ersten Fronteinsatz von der Ukraine gefangen genommen

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Er hat 26 Jahre hinter Gittern verbracht, bevor er in die Ukraine geschickt wurde.

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Ein russischer Mann, der das Gefängnis verließ, um sich dem Krieg in der Ukraine anzuschließen, wurde nach Angaben ukrainischer Streitkräfte nahezu unmittelbar nach seiner Ankunft an der Front gefangen genommen.

Die 46. Separate Airmobile-Podilische Brigade veröffentlichte auf ihrem offiziellen Kanal Videoaufnahmen des festgenommenen Kämpfers.

Der Mann, ein 46-Jähriger aus Tscheljabinsk, sagte, er habe 26 Jahre seines Lebens in Haft verbracht.

Vom Gefängnis an die Front

In dem von der Brigade veröffentlichten Video erklärt der Festgenommene, er habe freiwillig einen Militärvertrag unterzeichnet und dabei auf das gehofft, was er als zweite Chance bezeichnete.

Ukrainische Fallschirmjäger nahmen ihn während seines ersten Kampfeinsatzes fest und setzten damit seinem Versuch, Haftzeit gegen Militärdienst einzutauschen, ein abruptes Ende.

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Rekrutierung in der Kritik

Ukrainische Truppen nutzten den Fall, um Russlands Rekrutierungspraktiken zu kritisieren.

„Seine Geschichte ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das russische System Menschen mit krimineller Vergangenheit in den Krieg schickt, für die diese Mobilisierung nicht zu einem Weg in die Freiheit, sondern zu einer weiteren Wendung in einem erfolglosen Leben wird“, schrieben ukrainische Verteidiger laut RBC-Ukraine.

Kiew wirft Moskau wiederholt vor, Häftlinge zu rekrutieren und sie mit minimaler Vorbereitung einzusetzen, wodurch sie an der Front in besonders risikoreiche Positionen geraten.

Redaktioneller Hinweis

Die Redaktion hat entschieden, das Video des Gefangenen nicht zu zeigen, obwohl es von ukrainischen Streitkräften veröffentlicht wurde.

Nach der Dritten Genfer Konvention kann die Veröffentlichung von Aufnahmen von Kriegsgefangenen ein Kriegsverbrechen darstellen, da diese vor „öffentlicher Neugier“ geschützt werden müssen.

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Nach Artikel 13 der Dritten Genfer Konvention umfasst dies auch Veröffentlichungen in sozialen Medien.

In dem Video erteilt der Gefangene die Erlaubnis, gefilmt zu werden und dass die Aufnahmen veröffentlicht werden dürfen. Kriegsgefangene gelten jedoch als extremer Zwangslage ausgesetzt, weshalb solche Einwilligungen nur schwer als freiwillig überprüft werden können.

Quellen: Telegram-Kanal der 46. Separaten Airmobilen Podilischen Brigade; Erklärungen der ukrainischen Streitkräfte; Internationales Komitee vom Roten Kreuz; Military Times; RBC-Ukraine