Startseite Krieg Sogar Putin spürt den wirtschaftlichen Druck, Luxuslimousinenprojekt gestoppt

Sogar Putin spürt den wirtschaftlichen Druck, Luxuslimousinenprojekt gestoppt

Putin Trump Limo ride
Shkruar nga Pamfleti, CC BY 2.5, via Wikimedia Commons

Ein Prestigeprojekt, das Russlands technologischen Ehrgeiz symbolisieren sollte, ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

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Der Kreml hat die Finanzierung der Plattform hinter Wladimir Putins Luxuslimousine gestoppt und verweist auf Haushaltszwänge.

Finanzierung ausgesetzt

Die russische Regierung hat die Finanzierung der einheitlichen modularen EMP-Plattform ausgesetzt, die die Grundlage für die Produktion der Aurus-Fahrzeuge bildet, berichtet Rzeczpospolita.

Industrie- und Handelsminister Anton Alichanow gab die Entscheidung in der Staatsduma bekannt, wie Interfax meldet.

Alichanow erklärte, das Ministerium werde die Mittel auf andere Prioritäten umlenken, darunter die Lokalisierung wichtiger Automobilkomponenten, insbesondere für Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Damit liegt das lange beworbene Projekt faktisch auf unbestimmte Zeit auf Eis.

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Symbol der Souveränität

Die Aurus-Senat-Limousine wurde im Mai 2018 bei Putins Amtseinführung vorgestellt und als Beweis für Russlands „souveräne“ Automobilkompetenz präsentiert.

Die Arbeiten an dem Projekt begannen 2013 am Moskauer Automobilinstitut und erforderten erhebliche staatliche Mittel. Allein 2016 wurden 3,7 Milliarden Rubel bereitgestellt, nachdem im Jahr zuvor 3,6 Milliarden Rubel geflossen waren.

Trotz der Betonung von Unabhängigkeit war das Fahrzeug stark von ausländischen Komponenten abhängig, und deutsche Ingenieure waren an der Entwicklung beteiligt.

2019 scheiterte der Versuch, die Marke Aurus in der Europäischen Union eintragen zu lassen, nach Einsprüchen von Unternehmen wie Toyota, Lamborghini und Michelin.

Auswirkungen des Krieges

Das Projekt sollte nicht nur Fahrzeuge für Spitzenbeamte liefern, sondern auch in den kommerziellen Luxusmarkt vordringen.

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Ab 2021 wurde die Produktion in ein Werk in Tatarstan verlagert, mit Plänen, jährlich mehrere tausend Einheiten herzustellen. Diese Ziele wurden jedoch nie erreicht.

Der Krieg in der Ukraine und der Rückzug westlicher Unternehmen aus Russland erschwerten das Vorhaben zusätzlich. Laut Alichanow ist die Rentabilität der russischen Automobilbranche auf rund 1,2 Prozent gesunken, während unabhängige Analysten von Verlusten berichten.

Quellen: Vedomosti, The Moscow Times, Money.pl