Meghan Markles jüngstes Filmprojekt erhielt bei seinem Festivaldebüt Applaus.
Gerade lesen andere
Doch hinter dem warmen Empfang sagen Brancheninsider, dass sich der Dokumentarfilm einem schwierigen kommerziellen Umfeld gegenübersieht.
Festivalpremiere sorgt für Aufmerksamkeit
Laut einem Bericht des Daily Express feierte der Dokumentarfilm Cookie Queens am 25. Januar beim Sundance Film Festival in Park City, Utah, Premiere und wurde mit stehenden Ovationen begrüßt.
Obwohl Meghan und Prinz Harry im Film nicht auftreten, werden sie als ausführende Produzenten genannt und nahmen an der Vorführung teil.
Der von Alysa Nahmias inszenierte Film begleitet vier Pfadfinderinnen der Girl Scouts beim Backen und Verkaufen von Keksen und zeichnet dabei ein Porträt von Jugend, Ehrgeiz und Tradition.
Bei einer Vorführung am frühen Morgen stellte Meghan Nahmias dem Publikum vor. „Ja, es ist wahrscheinlich der niedlichste Film des Festivals“, sagte sie. „Aber ich wage auch zu behaupten, dass er eine der kraftvollsten und bedeutungsvollsten Darstellungen einer amerikanischen Tradition ist.“
Lesen Sie auch
Ungewisse Distribution
Trotz der positiven Resonanz des Publikums hat der Film bislang keinen öffentlichen Vertriebsvertrag abgeschlossen.
Die International Documentary Association (IDA) stellte fest, dass zwar einige Sachfilm-Titel mit gesicherter Distribution nach Sundance kamen, „die überwiegende Mehrheit der Dokumentarfilme jedoch noch auf der Suche nach einem Zuhause war, ohne dass bislang auch nur ein einziger Vertragsabschluss gemeldet wurde“.
Wie Newsweek berichtet, räumte Nahmias die allgemeinen Herausforderungen für Filmschaffende ein. Gegenüber der IDA sagte sie: „Der Markt ist im Moment wirklich furchtbar, und es war für so viele von uns sehr schwierig. Wir können uns entscheiden, uns machtlos zu fühlen – oder vielleicht sind wir machtlos –, aber ich möchte dennoch glauben, dass sich die Dinge ändern können.“
Ihre Äußerungen spiegeln weiter verbreitete Sorgen über eine Verlangsamung bei der Übernahme von Dokumentarfilmen in der Branche wider.
Ein persönliches Projekt
Der Film wurde von Archewell Productions in Partnerschaft mit Beautiful Stories und AJNA Films produziert.
Lesen Sie auch
Für Meghan hat das Projekt eine persönliche Bedeutung. Sie war in ihrer Kindheit in Kalifornien selbst Mitglied der Girl Scouts, und ihre Mutter, Doria Ragland, leitete ihre Gruppe.
Bei der Vorstellung des Dokumentarfilms sagte Meghan, er greife „etwas auf, das in Nostalgie verwurzelt ist“, und rahme es durch Nahmias’ Perspektive neu ein, um einen zeitgenössischen Blick auf „die Erfahrung des Mädchenseins“ zu bieten.
Während der Applaus beim Festival für Dynamik sorgen kann, dürften die kommenden Wochen darüber entscheiden, ob Cookie Queens in einem von seiner Regisseurin als herausfordernd beschriebenen Markt einen Vertrieb findet.
Quellen: Daily Express; Newsweek; International Documentary Association.