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NATO-Chef macht sich über russische Propaganda lustig: „Russland will wie ein Bär wirken, bewegt sich aber wie eine Schnecke“

Mark Rutte Putin
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Er sagte außerdem, dass Russland enorme Verluste erleide.

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Weltweit führende Politiker versammelten sich am Freitag in München zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz, einem der einflussreichsten Foren für internationale Sicherheit.

Zum Auftakt der Debatten im Hotel Bayerischer Hof richtete NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine deutliche Warnung hinsichtlich russischer Propaganda und der Geschlossenheit des Westens.

Ruttes Warnung

Vor Beginn der Konferenz sagte Rutte, er nehme bei dem NATO-Ministertreffen in Brüssel in dieser Woche „einen Mentalitätswandel“ wahr.

„Seit Jahren, seit Jahrzehnten beschweren sich die USA, dass wir in Europa nicht genug für Verteidigung ausgeben. Das hat sich seit dem Gipfel in Den Haag geändert“, sagte er und sprach von einer „klaren Annäherung der Positionen und Einigkeit“.

Er argumentierte, Europa übernehme innerhalb des Bündnisses mehr Verantwortung und spiele eine stärkere Führungsrolle.

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Mit Blick auf die Ukraine sagte Rutte, die NATO müsse ihre Unterstützung fortsetzen und „mehr für die Ukraine tun“, und betonte zugleich, dass Russland „enorme Verluste“ erleide.

„Ich möchte, dass wir Russland als mächtigen Bären wahrnehmen, aber man könnte sagen, es bewegt sich in der Ukraine mit der unbeholfenen Geschwindigkeit einer Gartenschnecke. Fallen wir also nicht auf die russische Propaganda herein“, fügte er hinzu.

Globales Treffen

Mehr als 50 Staats- und Regierungschefs nehmen an der dreitägigen Veranstaltung teil, wobei Deutschland die größte Delegation stellt, angeführt von Bundeskanzler Friedrich Merz.

Zu den zentralen Themen in diesem Jahr gehören Verteidigungspolitik, die globale Ordnung, menschliche Sicherheit, Nachhaltigkeit und technologische Veränderungen.

Die europäische Sicherheit, die transatlantischen Beziehungen und regionale Konflikte dürften die Diskussionen dominieren, ebenso wie Debatten über neue globale Bedrohungen.

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Eine sich wandelnde Ordnung

US-Außenminister Marco Rubio sagte im Vorfeld der Konferenz, die Welt trete in „eine neue geopolitische Ära“ ein, die von den Verbündeten eine Neubewertung ihrer Rolle verlange.

„Wir leben in einer neuen geopolitischen Ära, und das wird von allen verlangen, neu zu bewerten, was diese Realität bedeutet und welche Rolle wir spielen werden“, sagte er.

Der Bericht der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 mit dem Titel „Under Destruction“ hebt eine wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung mit politischen Systemen und eine zunehmende Unterstützung für disruptive politische Kräfte hervor.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1963 hat sich die Konferenz zu dem entwickelt, was viele als „transatlantisches Familientreffen“ bezeichnen, bei dem politische Entscheidungsträger, Diplomaten und Sicherheitsexperten aus Europa und Nordamerika zusammenkommen.

Quellen: Digi24, Website der Münchner Sicherheitskonferenz

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