Die Denkfabrik ist jedoch nicht der Ansicht, dass es sich um eine tatsächliche Gegenoffensive handelt.
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Frische Aufnahmen vom Schlachtfeld deuten auf veränderte Dynamiken entlang der Frontlinie in der Ostukraine hin, wo es nahe einer wichtigen regionalen Grenze zu lokalen Gefechten kommt.
Jüngste Angriffe und Gegenbewegungen weisen auf eine dynamische Lage hin, wobei beide Seiten in Gebieten nordwestlich von Huljajpole um die Kontrolle ringen.
Das Institute for the Study of War (ISW) berichtete in seinem Update vom 12. Februar 2026 zum Krieg, dass neu veröffentlichte, geolokalisierte Aufnahmen zeigen, wie russische Kräfte ukrainische Stellungen östlich des Flusses Haichur angreifen.
Zu den betroffenen Gebieten zählen Orte östlich und im südlichen Dobropillja sowie nördlich von Warwariwka, die alle nordwestlich von Huljajpole liegen.
Den Aufnahmen zufolge hielten ukrainische Truppen diese Stellungen wahrscheinlich vor den Angriffen. Das ISW erklärt jedoch, dass die Kräfte Kyjiws offenbar begrenzte Gegenangriffe durchführen, um getrennte Frontabschnitte wieder miteinander zu verbinden.
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Widersprüchliche Angaben vom Schlachtfeld
Das ISW berichtete, dass es am 9. Februar damit begonnen habe, lokale ukrainische Gegenangriffe nahe der regionalen Grenze zwischen Dnipropetrowsk und Saporischschja zu verfolgen.
Erste Kommentare russischer Militärblogger beschrieben die Aktivitäten als eine umfassendere ukrainische „Gegenoffensive“.
Ukrainische Militärquellen und einige russische Blogger bezeichneten die Aktionen später jedoch als in Umfang und geografischer Ausdehnung begrenzt.
Trotz anhaltender Behauptungen kremlnaher Kommentatoren, wonach ukrainische Kräfte nördlich und nordwestlich von Huljajpole vorrücken, räumten mehrere ein, dass eine mangelhafte Kommunikation an der Front das operative Lagebild trübt.
Kommunikation unter Druck
Ein hochrangiger NATO-Vertreter sagte dem russischen Dienst der BBC am 11. Februar, ein Teil der jüngsten ukrainischen Geländegewinne im Osten der Oblast Saporischschja könnte mit den Bemühungen von SpaceX zusammenhängen, den russischen Zugang zu Starlink-Satellitenterminals Anfang dieses Monats einzuschränken.
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Ein kremlnaher russischer Militärblogger sprach von „neuen erschwerenden Faktoren“, die die militärische Kommunikation beeinträchtigten, offenbar mit Bezug sowohl auf die Einschränkungen bei Starlink als auch auf Moskaus Entscheidung, die Nutzung von Telegram ab dem 9. Februar zu begrenzen.
Russische Blogger warnten, dass die Kombination aus eingeschränktem Starlink-Zugang und Telegram-Sperren die russische Führung und Kontrolle kurzfristig erheblich beeinträchtigen könnte.
Das ISW legt nahe, dass ukrainische Kräfte diese Kommunikationslücken bei ihren jüngsten lokalen Angriffen möglicherweise ausnutzen.
Quellen: Institute for the Study of War (ISW), Russischer Dienst der BBC