Die Partisanengruppe hat Videomaterial veröffentlicht, das zeigt, wie ein Teil des Zuges in Brand gesetzt wird.
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Eine auf russischem Gebiet operierende Widerstandsbewegung hat die Verantwortung für die Sabotage von Eisenbahnausrüstung innerhalb Russlands übernommen und erklärt, die Aktion habe darauf abgezielt, militärische Versorgungswege zu verlangsamen.
Die als Atesh bekannte Gruppe teilte mit, die Operation habe in der Stadt Orjol stattgefunden und sich gegen Infrastruktur gerichtet, die mit den Kriegsanstrengungen in Verbindung stehe.
Atesh gab am 15. Februar auf seinem Telegram-Kanal bekannt, dass seine Einsatzkräfte an einem Eisenbahnknotenpunkt in Orjol zentrale Komponenten einer VL80-Hauptstrecken-Güterzuglokomotive in Brand gesetzt hätten. Die Bewegung erklärte, die Tat habe darauf abgezielt, von russischen Streitkräften genutzte Logistikrouten zu behindern.
„Diese Elektrolokomotive wird nirgendwo mehr hinfahren. Die Logistikkette des Feindes hat einen weiteren Schlag erlitten. Während sie nach einer Ersatzlok suchen, werden Granaten und Ausrüstung die Front nicht rechtzeitig erreichen“, erklärte Atesh in einer Stellungnahme.
Aufnahmen der Sabotage wurden zudem von anderen Nutzern auf X veröffentlicht. Der Artikel wird unten fortgesetzt.
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Störung von Versorgungswegen
Die Gruppe erklärte, das Modell VL80 werde in ganz Russland häufig zum Transport schwerer Lasten eingesetzt, darunter auch militärische Güterzüge. Sie behauptete, die beschädigte Lokomotive habe Munition, Treibstoff und Ausrüstung aus rückwärtigen Gebieten in Richtung Grenzregionen transportiert.
Nach Angaben von Atesh sollten diese Lieferungen russische Truppenverbände verstärken, die in Richtung Sumy operieren. Die Bewegung erklärte, die Lokomotive sei infolge der Brandstiftung unbrauchbar geworden.
Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Russische Behörden haben sich bislang nicht öffentlich zu dem gemeldeten Vorfall geäußert.
Frühere Sabotage
Der Vorfall in Orjol folgt auf eine weitere Operation, die Atesh Anfang dieses Monats bekannt gab. Am 12. Februar erklärte die Gruppe, sie habe in der Region Brjansk ein auf einem KAMAZ-Fahrgestell basierendes Fahrzeug sabotiert, das mit dem elektronischen Kampfsystem „Omut“ ausgerüstet gewesen sei.
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Nach Angaben der Bewegung habe einer ihrer Agenten Zucker in den Kraftstofftank des Fahrzeugs geschüttet, während es sich in einer Reparatur- und Lageranlage befand. Atesh erklärte, die Aktion habe verhindern sollen, dass das System in Richtung Sumy verlegt werde, und möglicherweise den Motor außer Gefecht setzen, bevor es in den Kampfeinsatz gelangte.
Die Gruppe hat wiederholt Angriffe auf Infrastruktur und Ausrüstung für sich reklamiert, die nach eigenen Angaben mit russischen Militäroperationen in Verbindung stehen.
Quellen: Telegram-Kanal von Atesh, United24media
