Kalte Temperaturen draußen und trockene Heizungsluft in Innenräumen setzen dem Körper in der Winterzeit spürbar zu.
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Neben Erkältungen und Husten können auch Probleme im Mundraum auftreten.
Besonders die Schleimhäute reagieren empfindlich auf trockene Luft und eine geringere Flüssigkeitszufuhr.
Dadurch entstehen schneller Reizungen oder schmerzhafte kleine Wunden.
Der Kieferchirurg Andrej Bozic von der zahnärztlichen Poliklinik Dentum erklärt laut einem Bericht der britischen Zeitung „Mirror“, dass vor allem „Dehydrierung und ein höheres Infektionsrisiko“ die Entstehung von Entzündungen im Mund begünstigen können.
In vielen Fällen heilen solche Stellen innerhalb von etwa zwei Wochen von selbst ab.
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Wann Vorsicht geboten ist
Bleiben Wunden jedoch länger bestehen, werden größer oder verursachen zunehmende Schmerzen, sollte dies ärztlich untersucht werden. Bozic rät, Veränderungen ernst zu nehmen, wenn ein Geschwür mehrere Wochen nicht abheilt.
Ein möglicher, wenn auch seltener Hintergrund kann Mundhöhlenkrebs sein. Diese Krebsform betrifft Bereiche wie Zunge, Gaumen, Zahnfleisch oder die Innenseite der Wangen.
Tückisch ist, dass frühe Stadien häufig kaum Beschwerden verursachen. Auffällige Anzeichen können weiße oder rote Schleimhautveränderungen, nicht heilende Wunden, wiederkehrende Schwellungen oder kleine Blutungen sein.
Auch Probleme beim Kauen, Schlucken oder Sprechen sowie Knoten im Kiefer- oder Halsbereich sollten abgeklärt werden.
Risikofaktoren und Vorbeugung
Als bedeutende Risikofaktoren gelten vor allem Rauchen und hoher Alkoholkonsum. In Verbindung mit mangelhafter Mundhygiene kann sich das Risiko zusätzlich erhöhen.
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Regelmäßige Zahnarztbesuche spielen eine wichtige Rolle bei der Früherkennung. Zudem empfiehlt Bozic eine gründliche Mundpflege zweimal täglich, ausreichendes Trinken sowie den Verzicht auf stark reizende oder alkoholhaltige Produkte.
Schon einfache Maßnahmen können helfen, die empfindliche Mundschleimhaut zu schützen.
Quelle: Bunte