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Milliardär, der in den Epstein-Unterlagen genannt wird, sieht sich mit neuer rechtlicher Herausforderung konfrontiert

Jeffrey Epstein
U.S. Virgin Islands, Department of Justice / Wiki Commons

Eine weitere Tranche von Unterlagen zu Jeffrey Epstein wird öffentlich zugänglich. Für den Milliardär und Investor Andrew Farkas verknüpft diese Überschneidung eine aktuelle Unternehmensauseinandersetzung mit einer erneuten Prüfung einer früheren Verbindung.

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Ein Streit um die Kontrolle über einen Betreiber von Luxusmarinas ist vor ein Bundesgericht eskaliert. MarineMax wirft dem Gründer des Unternehmens vor, versucht zu haben, sich durch ein Barangebot vertrauliche Informationen zu verschaffen.

Die Vorwürfe, berichtet die New York Times, kommen zu einem Zeitpunkt, da das öffentliche Interesse nach der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein zugenommen hat, in denen auf frühere Kommunikation mit Andrew Farkas Bezug genommen wird.

Vorwürfe in der Klageschrift

In einem am 6. Februar beim Bundesbezirksgericht in Manhattan eingereichten Antrag beschuldigt Island Global Yachting, das MarineMax gehört, Farkas eines „Bestechungsschemas“ im Zusammenhang mit seinem Versuch, das Unternehmen zurückzukaufen.

Dem Antrag zufolge bot Farkas einem Mitarbeiter 900.000 US-Dollar in bar an, um an nicht öffentliche interne Informationen zu gelangen, die seine Rückkaufkampagne unterstützen könnten.

Laut der Eingabe stellte er zudem eine zusätzliche Vergütung von bis zu 3 Millionen US-Dollar in Aussicht, falls es ihm gelingen sollte, das Unternehmen zu erwerben. MarineMax beantragt gerichtliche Maßnahmen, um den mutmaßlichen Missbrauch vertraulicher Informationen zu verhindern und gegen das seiner Darstellung nach unzulässige Verhalten im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot vorzugehen.

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Farkas wies die Vorwürfe zurück und schrieb in einer E-Mail: „Die in diesem Antrag erhobenen Anschuldigungen sind falsch und unbegründet“, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht. Das Verfahren steht noch am Anfang.

Rechtliche Tragweite

In Streitigkeiten um die Kontrolle von Unternehmen prüfen Gerichte häufig, ob sensible interne Unterlagen außerhalb formeller Verhandlungen unzulässig erlangt wurden.

Richter haben in ähnlichen Fällen interne E-Mails und Zahlungsunterlagen untersucht, um festzustellen, ob vertrauliches Material weitergegeben wurde. Der Ausgang des Verfahrens könnte Auswirkungen auf die Kontrolle über den Yachthafenbetreiber haben.

Island Global Yachting betreibt hochwertige Marinas für Eigentümer von Luxusyachten, wodurch der Besitz des Unternehmens innerhalb der Freizeitbootbranche strategisch bedeutsam ist.

Erneute Überprüfung

Der Rechtsstreit entfaltet sich vor dem Hintergrund der Veröffentlichung weiterer Epstein-bezogener Dokumente am 30. Januar.

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In einer Recherche vom 9. Februar berichtete die New Yorker Zeitung, die Unterlagen enthielten jahrelange Korrespondenz zwischen Farkas und Epstein sowie Fotografien und Hinweise auf geschäftliche Beziehungen. Die Times berichtete, Farkas sei weder einer Straftat angeklagt noch im Zusammenhang mit Epstein eines Fehlverhaltens beschuldigt worden.

In von der Zeitung zitierten Stellungnahmen erklärte Farkas: „Ich bedaure zutiefst, jemals mit Jeffrey Epstein in Verbindung gestanden zu haben“, und fügte hinzu: „Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich unangemessen verhalten.“

Während der Rechtsstreit vor Gericht ausgetragen wird, hat die Veröffentlichung der Dokumente erneut Fragen zu Farkas’ Vergangenheit aufgeworfen.

Quellen: The New York Times

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