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Europas „letzter Diktator“ attackiert die USA und Trump: „Jetzt verstehen wir, wohin sie uns führen wollten“

Donald Trump, Alexander Lukashenko
Evan El-Amin / exsilentroot / Shutterstock.com

Die Beziehungen zwischen Belarus und den Vereinigten Staaten sind seit Jahren angespannt.

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Unter Donald Trumps zweiter Amtszeit sorgt Washingtons Außenpolitik erneut weit über die US-Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko richtete kürzlich eine deutliche Botschaft aus und deutete an, Minsk habe die Handlungen der USA schon lange mit Misstrauen beobachtet.

Kritik an Washington

Lukaschenko richtete seine schärfsten Worte gegen US-Aktionen im Zusammenhang mit Grönland, Kanada und Venezuela.

„Er blickte nach Norden, nach Grönland. Her damit! Sogar Kanada soll der 51. Bundesstaat werden. Venezuela. Sie haben den Präsidenten geschnappt. Welches Kartell? Welche Drogen? Öl!“, donnerte Lukaschenko.

Mit Blick auf frühere Spannungen mit Washington fügte er hinzu: „Jetzt verstehen wir, wohin sie uns führen wollten.“

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Thema Isolation

Der belarussische Präsident verband seine Kritik mit der eigenen diplomatischen Lage Minsks.

Er erinnerte das Publikum daran, dass Belarus „keine Freunde“ in der Welt habe, und unterstrich damit, was er als politische Isolation des Landes darstellte.

Seine Äußerungen zeichneten das Bild von US-Schritten im Ausland als Teil eines größeren Musters, das kleinere Staaten, darunter Belarus, berücksichtigen müssten.

Größerer Hintergrund

In den vergangenen Monaten hat Donald Trump wiederholt behauptet, Kanada „sollte der 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten werden“.

Diese Aussagen wurden weithin als politischer und handelspolitischer Druck und nicht als konkreter Plan zur Veränderung von Grenzen interpretiert.

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Die kanadischen Behörden haben stets betont, dass ihre Souveränität nicht zur Debatte steht.

Auch die Lage rund um den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat sich zugespitzt.

US-Behörden nahmen ihn in seinem eigenen Land fest und brachten ihn nach New York.

Grönland, ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, ist unterdessen zum Gegenstand diplomatischer Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und europäischen Partnern geworden, nachdem der US-Präsident Interesse an der Insel bekundet hatte.

Die NATO kündigte kürzlich die Mission Arctic Sentry an, die darauf abzielt, die Sicherheit in der Arktis und im hohen Norden zu stärken.

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Quellen: Nexta, WP