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Russland schließt sich mit Iran und China zu neuen Marineübungen zusammen

Russland schließt sich mit Iran und China zu neuen Marineübungen zusammen
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Russland hat Marineeinheiten entsandt, um an gemeinsamen Übungen mit dem Iran im Golf von Oman und im nördlichen Indischen Ozean teilzunehmen, berichteten iranische Staatsmedien.

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Die Manöver finden wenige Tage nach einer neuen Gesprächsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in Genf statt und erhöhen die Spannungen in einer ohnehin sensiblen Region.

Gemeinsame Manöver

Die iranische Nachrichtenagentur ISNA zitierte Konteradmiral Hassan Maghsoudloo mit den Worten, die Übungen würden am Donnerstag beginnen.

Die Operationen sollen sich über den Golf von Oman und nördliche Teile des Indischen Ozeans erstrecken.

Die Dauer der Manöver wurde nicht bekannt gegeben.

„Eines der Hauptziele dieser Übungen ist es, die Koordination gemeinsamer Operationen zur Abwehr von Bedrohungen der maritimen Sicherheit sicherzustellen. Wir wollen auch aktiv maritimen Terrorismus verhindern“, sagte der Sprecher.

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Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass auch China an den Übungen teilnehmen werde.

Spannungen in der Straße von Hormus

Anfang dieser Woche starteten Eliteeinheiten der iranischen Revolutionsgarden separate Übungen in der Straße von Hormus, einer strategisch wichtigen Wasserstraße, in der auch US-Marinekräfte operieren.

Teheran bezeichnete die Manöver als Signal der Bereitschaft und als Reaktion auf die amerikanische Militärpräsenz in der Region.

Iranische Vertreter haben wiederholt damit gedroht, die Meerenge in Zeiten erhöhter Spannungen mit Washington zu blockieren, auch wenn der Schiffsverkehr bislang nie vollständig gestoppt wurde.

Die Route ist ein zentraler Korridor für weltweite Öl- und LNG-Lieferungen und war in der Vergangenheit häufig Schauplatz von Vorfällen mit Auswirkungen auf die Energiemärkte.

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Gespräche und Druck

Die Marineaktivitäten fallen mit erneuten diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran nach Gesprächen in Genf zusammen.

Frühere Dialogversuche scheiterten, nachdem ein israelischer Angriff auf den Iran im Juni 2025 einen kurzen, zwölf Tage andauernden Konflikt ausgelöst hatte, an dem die USA in begrenztem Umfang beteiligt waren.

Die Vereinigten Staaten unterhalten weiterhin eine starke Marinepräsenz in der Region. Präsident Donald Trump bezeichnete die dort stationierten amerikanischen Streitkräfte als eine „Armada“.

Der Iran kündigte zudem während eigener Übungen vorübergehende, kurzfristige Navigationsbeschränkungen in der Straße von Hormus an und verwies dabei auf Sicherheitsbedenken.

Quellen: ISNA, Fars, WP

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