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Kubas Außenminister bittet Putin um Hilfe, während sich die Krise auf der Insel verschärft

Vladimir Putin
Official website of the President of Russia / Wiki Commons

Kubas Führung sucht nach externer Unterstützung, da der Alltag für viele Einwohner immer schwieriger wird.

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Ein hochrangiger Besuch in Moskau rückt Havannas langjährige Beziehung zu Russland erneut ins Rampenlicht, zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen mit den Vereinigten Staaten.

Havanna wendet sich an Moskau

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez reist am Mittwoch nach Russland, um Gespräche mit Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow zu führen.

Nach Angaben des Kremls soll die Reise Russlands Unterstützung für Kuba stärken, während die Insel mit einer sich verschärfenden Treibstoffkrise infolge von Maßnahmen der USA konfrontiert ist.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Putin werde Rodríguez im Kreml empfangen, und bezeichnete die Lage Kubas als ernst. Auch die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, signalisierte Moskaus Bereitschaft zur Hilfe.

Treibstoffknappheit verschärft sich

Reuters berichtete, der Kreml habe sich deutlich gegen die US-Blockade ausgesprochen, die Kuba betrifft, während sich die Engpässe über Treibstoff hinaus auch auf Lebensmittel und Medikamente ausweiten.

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Die Krise habe sich verschärft, nachdem Lieferungen aus Venezuela eingestellt wurden und andere potenzielle Lieferanten mit Sanktionsdrohungen konfrontiert seien, wodurch Kuba Schwierigkeiten habe, ausreichend Energieimporte zu sichern.

Kubas Behörden hätten in der vergangenen Woche laut dem Bericht die Betankung planmäßiger Flüge mit Flugzeugtreibstoff ausgesetzt, was zusätzliche Störungen verursache.

Touristen evakuiert

Die Entscheidung in Bezug auf Flugtreibstoff hat auch russische Besucher betroffen. Die Fluggesellschaft Lynn Rossiya Airlines habe begonnen, auf der Insel gestrandete russische Touristen auszufliegen, heißt es.

Peskow sagte, Moskau sei sich der Schwere der Lage bewusst. „Die Situation in Kuba ist wirklich kritisch. Wir sind uns dessen bewusst“, sagte er.

Verluste und Instabilität

Die Belastung werde zusätzlich durch eine Tragödie verschärft, die mit einer US-Militäroperation in Venezuela in Verbindung stehe, bei der 32 Kubaner getötet worden seien, so Präsident Miguel Díaz-Canel.

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Er sagte, einige der Getöteten seien im Rahmen einer diplomatischen Mission auf der Insel gewesen, was den nationalen Schock verstärke, während Kuba mit Engpässen und Unsicherheit konfrontiert ist.

Quellen: AFP, Reuters, TASS, WP.