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OpenAI holt Hollywood-Dealmanager, um KI-Gegenwind abzufedern

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Photo Agency / Shutterstock.com

OpenAI hat den langjährigen Instagram-Manager Charles Porch verpflichtet, um wachsende Spannungen mit Hollywood abzubauen, wo viele Kreative künstlicher Intelligenz weiterhin offen ablehnend gegenüberstehen.

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OpenAI nimmt eine strategische Personalentscheidung vor, um Spannungen mit der Unterhaltungsbranche zu entschärfen — einem Sektor, in dem die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz besonders ausgeprägt ist.

Das Unternehmen hat Charles Porch, früher Leiter der Partnerschaften bei Instagram, verpflichtet. Der Schritt wirkt wie ein Versuch, belastete Beziehungen zu Prominenten und Kreativen zu reparieren, die KI öffentlich kritisiert haben.

Eine kulturelle Brücke

Porch verbrachte mehr als ein Jahrzehnt bei Meta damit, Beziehungen zu hochkarätigen Persönlichkeiten aufzubauen und Prominente in den Anfangsjahren für Instagram zu gewinnen.

Seine Arbeit trug dazu bei, die Plattform zu einer kulturellen Größe zu machen, indem er bekannte öffentliche Figuren einband und das Zusammenspiel von Unterhaltung und sozialen Medien prägte.

In der Ankündigung seines Wechsels blickte Porch auf frühere Meilensteine zurück und schrieb: „Von der Unterstützung Beyoncés bei der exklusiven Veröffentlichung eines Albums in sozialen Medien bis zur Einführung von Papst Franziskus auf Instagram (er hielt meine Hände und bat mich, für ihn zu beten) bis hin dazu, mitzuerleben, wie Creator zur nächsten Generation von Unternehmern wurden — der kulturelle Einfluss, den mein Team und ich ausüben konnten, erfüllt mich mit großem Stolz.“

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Gegenüber Vanity Fair erklärte er, sein erster Schritt bei OpenAI werde eine „Listening Tour“ sein, um die Hoffnungen und Sorgen von Kreativen im Hinblick auf KI zu verstehen.

Widerstand aus Hollywood

Diese Sorgen sind deutlich. Prominente Filmemacher und Schauspieler warnen, dass generative KI menschliche Kreativität bedrohe, ethische Fragen aufwerfe und Lebensgrundlagen untergraben könne.

Die Gegenreaktion trifft die Branche in einer empfindlichen Phase. Die Kinoeinnahmen haben sich nach der Pandemie nicht vollständig erholt, die Streaming-Ökonomie bleibt unsicher, und Produktionsverzögerungen belasten Beschäftigte in Los Angeles.

Viele Kreative argumentieren zudem, dass KI-Systeme ohne Zustimmung mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert wurden. Das schüre die Sorge, dass Technologien Abbilder, Drehbücher oder Darstellungen ohne Vergütung reproduzieren könnten.

Verträge versus Wahrnehmung

OpenAI und andere KI-Unternehmen haben begonnen, Lizenzvereinbarungen mit großen Studios abzuschließen. Disney soll im Zusammenhang mit der Einführung von OpenAI’s Sora 2 einen Deal im Umfang von einer Milliarde US-Dollar geschlossen haben, während Lionsgate und AMC Vereinbarungen getroffen haben, die die Nutzung ihrer Kataloge für KI-Training erlauben.

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Solche Unternehmensdeals bedeuten jedoch nicht zwangsläufig öffentliche Unterstützung durch einzelne Künstler. Studioverantwortliche zu überzeugen ist etwas anderes, als Schauspieler und Regisseure zu gewinnen, die KI offen als destruktiv oder „erschreckend“ bezeichnen.

Die Verpflichtung von Porch deutet darauf hin, dass OpenAI erkannt hat, dass regulatorische Erfolge und Unternehmensverträge nur einen Teil der Herausforderung darstellen. Kulturelle Legitimität — insbesondere in Hollywood — könnte sich als ebenso entscheidend erweisen.

Eine andere Form von Einfluss

Porchs Kompetenzprofil spiegelt einen Wandel der Prioritäten wider. Während KI-Systeme technische Aufgaben automatisieren, gewinnen Einfluss und Beziehungsmanagement an Bedeutung.

Im Silicon Valley gelten „Geschmack“ und soziale Kompetenzen zunehmend als strategische Vorteile. Hochkarätige Kreative davon zu überzeugen, dass KI mit menschlicher Kunstfertigkeit koexistieren kann, dürfte zu den größten Herausforderungen für OpenAI zählen.

Quellen: Business Insider; Vanity Fair

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