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Die Psychologie hinter der Sehnsucht nach Luxusmarken

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Katarzyna Ledwon / Shutterstock.com

Ein Milliardenmarkt mit besonderer Anziehungskraft.

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Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach hochpreisigen Marken stabil.

Nach Angaben von Statista setzte die Luxusbranche in Deutschland im Jahr 2025 zwischen 16,1 und 17,4 Milliarden Euro um, weltweit beläuft sich das Marktvolumen auf bis zu 1,5 Billionen Euro.

Millionen Menschen hierzulande kaufen regelmäßig Premiumprodukte. Doch was macht den Reiz des Exklusiven aus?

Viele Luxusartikel entstehen in Handarbeit, bestehen aus hochwertigen Materialien und werden in begrenzter Stückzahl angeboten.

Wer etwa eine Birkin Bag von Hermès erwerben möchte, braucht nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Geduld – häufig ist eine langjährige Kaufhistorie Voraussetzung. Knappheit wird so Teil der Markenstrategie.

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Status als menschliches Grundbedürfnis

Der Psychologe Prof. Dr. Georg Felser erklärt: „Luxusmarken erfüllen den Wunsch, sich vom Mainstream abzugrenzen und die eigene Individualität sichtbar zu machen.“

Auffällige Logos und Designs fungieren als soziale Signale. Zudem, so Felser, werde „auch unser Bedürfnis nach Macht, Status und Anerkennung“ angesprochen. Luxus erscheine als sichtbarer Beweis für Erfolg.

Besonders deutlich wird dieser Mechanismus im sozialen Wettbewerb.

„Die grundsätzliche Bereitschaft, andere durch Status, Prestige und Besitz zu beeindrucken, ist biologisch verankert“, sagt Felser.

Ob im Beruf oder im Privatleben – Menschen möchten Eindruck hinterlassen.

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Zwischen Glücksgefühl und sozialem Druck

Luxus kann jedoch nicht nur Status vermitteln, sondern auch Freude bereiten. Laut Felser zeigt sich in der Schenkforschung: „Menschen freuen sich besonders über Geschenke, die einen Hauch von Luxus haben.“

Solche Dinge wirkten oft beglückend, gerade weil sie nicht zwingend notwendig seien.

Gleichzeitig warnt der Experte vor negativen Folgen ständiger Vergleiche. Wer versucht mitzuhalten, riskiert finanzielle Belastungen und Selbstzweifel.

Felser betont zudem: „Luxus muss nicht teuer sein.“ Persönliche Freiheit oder Dankbarkeit könnten ebenso als wertvoll empfunden werden – unabhängig vom Kontostand.

Quelle: BILD

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