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Teslas Robotaxis verunglücken deutlich häufiger als menschliche Fahrer

Teslas Robotaxis verunglücken deutlich häufiger als menschliche Fahrer
VanderWolf Images / Shutterstock.com

Neue bundesweite Sicherheitsmeldungen zeigen, dass Teslas Robotaxis in rund 800.000 Meilen 14-mal verunglückt sind — etwa viermal so häufig wie der durchschnittliche menschliche Fahrer, basierend auf den unternehmenseigenen Daten.

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Teslas Robotaxi-Flotte verunglückt mit einer deutlich höheren Rate als menschliche Fahrer, wie aus neu aktualisierten bundesweiten Sicherheitsmeldungen hervorgeht — und das basiert ausschließlich auf den Vorfällen, die das Unternehmen selbst offengelegt hat.

Neue Dokumente, die bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) eingereicht und von Electrek ausgewertet wurden, zeigen, dass Tesla fünf weitere Unfälle mit seinen „Robotaxis“ gemeldet hat. Damit steigt die Gesamtzahl der dokumentierten Kollisionen seit dem Start des Dienstes in Austin, Texas, im Juni 2025 auf 14.

Die neu offengelegten Vorfälle ereigneten sich zwischen Dezember 2025 und Januar 2026.

Dazu gehören eine Kollision mit einem festen Objekt bei 27 Stundenkilometern (17 mph), ein Zusammenstoß mit einem Bus, während das Robotaxi stand, ein Unfall bei niedriger Geschwindigkeit mit einem Lkw sowie zwei separate Fälle, in denen ein Tesla beim Rückwärtsfahren gegen einen Pfosten oder Baum prallte.

Unfallrate liegt weit über der von menschlichen Fahrern

Auf Grundlage von Teslas eigenen Kilometerangaben aus dem Geschäftsbericht für das vierte Quartal 2025 schätzt Electrek, dass die Robotaxi-Flotte bis Mitte Januar rund 800.000 Meilen zurückgelegt hat. Teilt man diese Zahl durch 14 Unfälle, ergibt sich etwa eine Kollision pro 57.000 Meilen.

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Zum Vergleich: Laut Teslas Vehicle Safety Report erlebt der durchschnittliche US-Fahrer etwa alle 229.000 Meilen einen kleineren Unfall.

Auf Basis dieser Zahlen verunglücken Teslas Robotaxis rund viermal so häufig wie menschliche Fahrer.

Auch der Vergleich mit Wettbewerbern fällt deutlich aus. Waymo, das mehr als 2.000 vollständig fahrerlose Fahrzeuge in mehreren US-Städten betreibt, verzeichnet im Schnitt etwa einen Unfall pro 98.000 Meilen über mehr als 127 Millionen vollständig autonom gefahrene Meilen.

Teslas Robotaxi-Flotte hingegen soll aus weniger als 50 Fahrzeugen bestehen, die in einem begrenzten Gebiet von Austin unterwegs sind.

Fragen zur Berichterstattung und verspätete Meldung von Verletzungen

Die aktualisierten NHTSA-Unterlagen zeigen zudem, dass Tesla einen Unfallbericht vom Juli 2025 Monate nach dem Vorfall überarbeitet hat. Zunächst war der Unfall als „nur Sachschaden“ beschrieben worden, im Dezember wurde der Bericht jedoch auf „Minor W/Hospitalization“ aktualisiert, was auf eine verletzte Person hinweist.

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Die verspätete Aktualisierung reiht sich in frühere Untersuchungen der Aufsichtsbehörde ein.

Die NHTSA hat Tesla in der Vergangenheit wegen verspäteter Unfallmeldungen geprüft; einige Vorfälle wurden erst Monate nach ihrem Eintreten gemeldet.

Zudem schwärzt Tesla regelmäßig zentrale Details in seinen Unfallmeldungen — darunter auch narrative Beschreibungen — und beruft sich dabei auf „vertrauliche Geschäftsinformationen“.

Laut Electrek ist es das einzige Robotaxi-Unternehmen, das die Unfallberichte in seinen NHTSA-Einreichungen konsequent zensiert.

Obwohl das Unternehmen betont, autonome Systeme seien darauf ausgelegt, die Sicherheit zu erhöhen, legen die verfügbaren Daten nahe, dass Teslas Robotaxi-Programm menschliche Fahrer bislang nicht übertrifft — und sowohl bei Sicherheitskennzahlen als auch bei Transparenz hinter Wettbewerbern zurückliegen könnte.

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Quellen: Electrek; NHTSA