Startseite Krieg Girlanden aus Soldatenohren: Makabrer Nachrichtenaustausch eines russischen Generals enthüllt

Girlanden aus Soldatenohren: Makabrer Nachrichtenaustausch eines russischen Generals enthüllt

Girlanden aus Soldatenohren: Makabrer Nachrichtenaustausch eines russischen Generals enthüllt
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Vorwürfe über Misshandlungen im Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine kommen weiterhin durch unabhängige Recherchen ans Licht.

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Nun berichten russische Journalisten, sie hätten private Nachrichten entdeckt, in denen ein ranghoher Offizier drastische Bilder teilte und verstörende Aussagen über ukrainische Gefangene machte.

Die Ergebnisse wurden von den Investigativprojekten Sistema und Schema veröffentlicht.

Ergebnisse der Untersuchung

Laut der gemeinsamen Recherche soll Generalmajor Roman Demurtschew, stellvertretender Kommandeur der russischen 20. Armee, seiner Ehefrau Fotos geschickt haben, die abgetrennte Ohren zeigen sollen, die angeblich ukrainischen Gefangenen gehörten.

Die Journalisten geben an, ein Nachrichtenarchiv Demurtschews aus den Jahren 2022 bis 2024 ausgewertet zu haben.

Am 18. Oktober 2022 habe Demurtschew Bekannte über die Einnahme einer ukrainischen Stellung und die Gefangennahme von Soldaten informiert. Er habe ein Bild angehängt, das abgetrennte und geschwärzte menschliche Ohren zeigen soll.

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Dasselbe Foto sei auch an seine Frau Alexandra geschickt worden.

In dem von Sistema und Schema zitierten Schriftwechsel schrieb der General demnach, er werde „die Girlande sammeln und sie verschenken“. Laut der Recherche habe seine Frau geantwortet und die Ohren mit „Schweineohren im Bier“ verglichen.

Weitere Vorwürfe

Die veröffentlichten Materialien enthalten zudem weitere Nachrichten, in denen Demurtschew angeblich Hinrichtungen und Tötungen ukrainischer Gefangener beschreibt.

Die an der Recherche beteiligten Journalisten erklären, der Ton der Korrespondenz deute darauf hin, dass er keine Konsequenzen für sein Handeln befürchtete.

Demurtschew, 49, sei laut Bericht aktiv an der russischen Invasion in der Ukraine beteiligt gewesen. Im Jahr 2023 sei er zum Generalmajor befördert worden, habe staatliche Auszeichnungen erhalten und an Treffen mit hochrangigen Vertretern der russischen Militärführung teilgenommen.

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Das russische Verteidigungsministerium hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Quellen: Sistema, Schema, Digi24