Doch Russlands derzeitige Friedensbedingungen sind „Terrorismus“.
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Gespräche zwischen Kiew und Moskau haben bislang keinen Durchbruch gebracht; beide Seiten sind über den Status der von Russland besetzten Gebiete uneinig.
Der jüngste Versuch, eine diplomatische Lösung für den Krieg zu finden, fand in dieser Woche statt, als Delegationen in Genf in der Schweiz zusammentrafen. Die Gespräche führten jedoch zu keinem greifbaren Ergebnis.
Im Vorfeld der neuen Gesprächsrunde erklärte US-Präsident Donald Trump, Selenskyj müsse bei einem Friedensabkommen „in die Gänge kommen“. Das sei jedoch nicht fair vom US-Präsidenten, sagt Selenskyj.
Denn die Ukraine sei bereit, „echte Kompromisse“ einzugehen – sofern Russland Bedingungen vorschlage, die kein „Terrorismus“ seien.
Haltung zur Souveränität
In Äußerungen, die am 20. Februar von Kyodo News veröffentlicht wurden, signalisierte Selenskyj Verhandlungsbereitschaft, zog jedoch eine klare Grenze in Bezug auf die Unabhängigkeit und territoriale Integrität des Landes.
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„Wir sind zu echten Kompromissen bereit“, sagte Selenskyj in dem Interview. „Aber nicht zu Kompromissen auf Kosten unserer Unabhängigkeit und Souveränität. Wir sind bereit, mit den USA über Kompromisse zu sprechen.“
Russland drängt weiterhin auf weitreichende Bedingungen, darunter einen Rückzug der Ukraine aus der Region Donbas. Kiew hat diese Forderungen wiederholt als inakzeptabel zurückgewiesen.
Selenskyj argumentierte, dass die Bereitschaft der Ukraine zu verhandeln, ohne das Territorium mit Gewalt zurückzuerobern, bereits große Zurückhaltung zeige.
„‚Wir stehen, wo wir stehen‘ ist bereits ein großer Kompromiss“, sagte er. „Sie haben nahezu 20 % unseres Territoriums besetzt, und wir sind dennoch bereit, jetzt auf dieser Grundlage über Frieden zu sprechen.“
Festgefahrene Gespräche
Im Gegensatz dazu habe Moskau keinerlei bedeutende Zugeständnisse angeboten, sagte Selenskyj. „Wozu sind sie bereit?“, fragte er. „Sie sagten uns: ‚Wir sind bereit, eure anderen Regionen nicht zu besetzen.‘ Aber das ist Terrorismus … ‚Ich bin bereit, euch nicht zu töten – gebt uns einfach alles.‘“
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„Das ist ein Ultimatum“, fügte er hinzu und betonte, dass jedes Abkommen die Souveränität, territoriale Integrität, Streitkräfte und Bürger der Ukraine schützen müsse.
Das Territorium bleibt der zentrale Streitpunkt. Laut Kyodo News konnten jüngste Gespräche die Differenzen über die Zukunft der besetzten Gebiete nicht verringern.
Die jüngste Verhandlungsrunde am 18. Februar endete ohne Fortschritte und verdeutlichte die große Distanz zwischen den beiden Seiten. Washington hat unter anderem vorgeschlagen, in den vom Krieg betroffenen Gebieten eine Freihandelszone einzurichten. Selenskyj deutete jedoch an, dass weder Kiew noch Moskau diesen Vorschlag aufgegriffen haben.
Quellen: Kyodo News, Kyiv Independent, The Times