Nach deutlichen Verschiebungen im Außenhandel hat China die Vereinigten Staaten erneut als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst.
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Grundlage sind aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2025.
Exporte in die USA deutlich rückläufig
Ausschlaggebend für den Wechsel an der Spitze ist vor allem der spürbare Rückgang deutscher Ausfuhren in die Vereinigten Staaten.
Insgesamt sanken die Exporte dorthin um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro. Besonders stark betroffen war die Automobilbranche: Die Lieferungen von Autos und Fahrzeugteilen brachen um 17,8 Prozent ein.
Zwar legten Pharma-Exporte leicht um 0,5 Prozent zu, doch dieser Anstieg reichte nicht aus, um die Verluste in anderen Bereichen auszugleichen.
In der Gesamtbetrachtung verringerte sich das Handelsvolumen mit den USA um 5 Prozent. Dennoch bleiben die Vereinigten Staaten das wichtigste Abnehmerland für deutsche Waren.
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Höhere Importe aus China
Parallel dazu nahmen die Einfuhren aus China deutlich zu. Sie stiegen um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro.
Gleichzeitig gingen die deutschen Exporte in die Volksrepublik um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro zurück. Trotz dieser Entwicklung erhöhte sich das gesamte Handelsvolumen mit China um 2,1 Prozent.
Den größten Anteil an den Importen aus China hatten Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 50,9 Milliarden Euro.
Es folgten elektrische Ausrüstungen mit 32,8 Milliarden Euro und Maschinen mit 13,9 Milliarden Euro.
Niederlande weiter auf vorderen Plätzen
Die Niederlande behaupteten ihre Rolle als zweitwichtigstes Herkunftsland deutscher Importe mit 96,7 Milliarden Euro.
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Im Gesamthandel belegen sie den dritten Rang. Frankreich folgt bei den wichtigsten Exportzielen nach den USA auf Platz zwei.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), BILD