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Mehr als 150 tanker nach iranischen angriffen im Persischen Golf festgesetzt

Mehr als 150 tanker nach iranischen angriffen im Persischen Golf festgesetzt

Globale Öllieferungen haben sich deutlich verlangsamt, nachdem militärische Angriffe auf Iran zu einer Ansammlung von Schiffen im Persischen Golf geführt haben.

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Mehr als 150 Tanker, darunter Schiffe, die Rohöl und verflüssigtes Erdgas transportieren, können das Gebiet derzeit nicht passieren, berichtete Reuters unter Berufung auf Tracking-Daten von MarineTraffic.

Die Überlastung folgt auf US-amerikanische und israelische Angriffe auf iranische Ziele am Samstag und schürt Befürchtungen über Störungen entlang einer der weltweit wichtigsten Energiekorridore, berichtet WP Tech.

Meerenge unter Druck

Dutzende weitere Schiffe befinden sich in der Nähe der Straße von Hormus, der schmalen Passage unter iranischer Kontrolle, die den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer verbindet.

Nach Angaben der Polnischen Presseagentur (PAP) warten Schiffe in internationalen Gewässern vor Irak, Saudi-Arabien und Katar, bedeutenden Exporteuren von Öl und Gas.

Das griechische Schifffahrtsministerium hat Schiffen unter griechischer Flagge geraten, aufgrund der erhöhten Spannungen Fahrten durch den Golf und die Straße von Hormus zu vermeiden. Britische Behörden gaben ähnliche Empfehlungen heraus.

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Der deutsche Reedereikonzern Hapag-Lloyd teilte mit, dass er Fahrten durch die Meerenge bis auf Weiteres ausgesetzt habe.

Wichtige Energieroute

Die Straße von Hormus gilt weithin als einer der strategisch bedeutendsten Engpässe im globalen Energiehandel.

Zwischen einem Fünftel und einem Drittel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls passieren täglich die schmale Wasserstraße, was sie zum wichtigsten maritimen Ausfuhrweg für die meisten Produzenten der Golfregion macht.

Daten des Analyseunternehmens Kpler für das Jahr 2025 zeigen, dass mehr als 14 Millionen Barrel Öl pro Tag durch die Meerenge transportiert wurden. Rund 75 Prozent dieser Lieferungen waren für asiatische Volkswirtschaften bestimmt, darunter China, Indien, Japan und Südkorea.

China allein bezieht etwa die Hälfte seiner Ölimporte über diese Route, was die potenziellen globalen Auswirkungen einer länger anhaltenden Störung unterstreicht.

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Quellen: Reuters, Polnische Presseagentur (PAP), Kpler