Die Kämpfe in der Ostukraine konzentrieren sich zunehmend, wobei entlang mehrerer Frontabschnitte wiederholt Angriffe gemeldet werden. Was einst eine bewegliche Kontaktlinie war, rückt nun näher an Städte heran, die als wichtige Versorgungsverbindungen dienen.
Die Stadt Kostiantyniwka in der Region Donezk verbindet mehrere Frontabschnitte, und genau diese Rolle erschwert nun den Zugang.
Militärische Lageberichte, die von Ukrinform übermittelt wurden, beschreiben häufige Gefechte im Osten, wobei einige der heftigsten Kämpfe in der Nähe von Pokrowsk stattfinden.
Anstatt an einem Ort vorzurücken, scheinen russische Streitkräfte gleichzeitig in mehrere Richtungen vorzustoßen.
Kämpfe wurden in der Nähe von Kupjansk, Lyman und Kramatorsk gemeldet, während grenznahe Siedlungen in der Region Sumy Artilleriebeschuss und Luftangriffen ausgesetzt waren.
Für die ukrainischen Einheiten bedeutet dies, ein großes Gebiet gleichzeitig abzudecken, mit wenig Spielraum zur Verlagerung von Ressourcen.
Stadt isoliert
Mit dem Näherrücken der Kämpfe ist der Zugang zu Kostiantyniwka äußerst eingeschränkt geworden. Etwa 2.500 Zivilisten befinden sich noch dort, berichtet Pravda Ukrainska unter Berufung auf regionale Behörden.
Die Zufahrtsstraßen zur Stadt werden regelmäßig angegriffen, sodass nur kurze und riskante Gelegenheiten bleiben, hinein- oder hinauszugelangen. Wadym Filaschkin, Leiter der militärischen Verwaltung der Oblast Donezk, bezeichnete dies als die schwierigste Situation in der Region.
„Die Situation in Kostiantyniwka ist die schwierigste. Derzeit befinden sich noch 2.500 Menschen im Gebiet von Kostiantyniwka, und es ist nahezu unmöglich, sie zu erreichen, da alle Zufahrtswege unter feindlichem Beschuss stehen.“
Er sagte, dass ukrainische Kräfte die einzigen seien, die Zugang haben, um Versorgungsgüter zu bringen und Zivilisten nach Möglichkeit zu evakuieren. Zivile Dienste können dort nicht arbeiten, und Drohnenüberwachung verfolgt Bewegungen genau.
Strategische Belastung
Kostiantyniwka hat an Bedeutung gewonnen, da die Stadt an Routen liegt, die zur Versorgung ukrainischer Stellungen weiter östlich genutzt werden. Sollte sich der Zugang weiter verschlechtern, könnte dies die Logistik über einen größeren Frontabschnitt hinweg beeinträchtigen.
Ukrainische Streitkräfte halten weiterhin Positionen in vielen Gebieten und haben laut Ukrinform in den letzten Wochen teilweise Gelände zurückgewonnen. Dennoch dauern die Kämpfe in mehreren Regionen an.
Für die verbliebenen Zivilisten werden die täglichen Lebensbedingungen zunehmend schwieriger. Die Versorgung hängt vom militärischen Zugang ab, und ein sicheres Verlassen ist ungewiss, da die Wege unter Beschuss stehen.
Quellen: Pravda Ukrainska, Ukrinform