Startseite Krieg Putin profitiert, als Iran Rüstungsvertrag über 543 Millionen Euro unterzeichnet

Putin profitiert, als Iran Rüstungsvertrag über 543 Millionen Euro unterzeichnet

Vladimir Putin Ayatollah Ali Khamenei
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Die Beziehungen zwischen Moskau und Teheran haben sich in den vergangenen Jahren stetig vertieft, getragen von gemeinsamen strategischen Interessen und zunehmenden Spannungen mit dem Westen.

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Die militärische Zusammenarbeit ist zu einer immer sichtbarer werdenden Säule dieser Beziehung geworden.

Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen scheinen beide Länder entschlossen, ihre Verteidigungspartnerschaft weiter auszubauen.

Eine neu bekannt gewordene Vereinbarung zeigt, wie weit diese Kooperation inzwischen reicht.

Großes Luftverteidigungsgeschäft

Iran hat laut dem Verteidigungsportal Militarnyi einen Vertrag im Wert von umgerechnet rund 543 Millionen Euro mit Russland über den Kauf von Verba-Luftverteidigungssystemen unterzeichnet. Der Deal umfasst die Lieferung von 500 Startgeräten und 2.500 Lenkflugkörpern des Typs 9M336.

Die Auslieferungen sollen in drei Phasen zwischen 2027 und 2029 erfolgen. Der Vertrag wurde zwischen dem russischen staatlichen Rüstungsexporteur Rosoboronexport und dem Moskauer Büro des iranischen Ministeriums für Verteidigung und Logistik der Streitkräfte geschlossen.

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Der Vertrag zählt zu den bedeutendsten jüngsten Rüstungsgeschäften zwischen beiden Ländern.

Was ist Verba

Das Verba-System wurde 2014 in Dienst gestellt und ist darauf ausgelegt, niedrig fliegende Bedrohungen wie Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen und Drohnen zu bekämpfen.

Ausgestattet mit einem modernen Infrarotsuchkopf kann das System Ziele erfassen und verfolgen sowie Täuschkörpern und elektronischen Störungen entgegenwirken. Diese Fähigkeit soll die Anfälligkeit für Störmaßnahmen verringern und die Treffgenauigkeit erhöhen.

Die Rakete verfügt Berichten zufolge über eine Reichweite von 6 bis 6,5 Kilometern und kann Ziele in einer Höhe von etwa 4 bis 4,5 Kilometern bekämpfen. Mit einer Geschwindigkeit von rund 600 Metern pro Sekunde trägt sie einen hochexplosiven Splittergefechtskopf mit Aufschlag- und Annäherungszünder.

Ausbau der Zusammenarbeit

Iran setzt seit Langem auf sowjetische und russische Luftverteidigungssysteme, darunter S-300PMU2-Anlagen und Tor-Startgeräte. Die Ergänzung durch Verba-Systeme dürfte die Kurzstrecken-Luftverteidigung weiter stärken.

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Die Verteidigungszusammenarbeit könnte über Luftverteidigungssysteme hinausgehen. Berichten zufolge bestellte Iran 2023 russische Kampfhubschrauber vom Typ Mi-28NE. In im Internet verbreiteten Aufnahmen ist offenbar ein Mi-28 über Teheran zu sehen.

Der jüngste Vertrag unterstreicht die fortgesetzte Ausweitung der militärischen Beziehungen zwischen Moskau und Teheran in einer Phase erhöhter regionaler Instabilität.

Quellen: Militarnyi, WP.