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Sie waren einst Verbündete – warum befinden sich die USA und Iran nun im Krieg?

USA VS Iran
Mr Changezi / Shutterstock

Anfang der 1970er-Jahre baten die USA Iran sogar um Hilfe beim Schutz ihrer Sicherheitsinteressen im Nahen Osten.

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Seit Jahrzehnten sind die USA und Iran verfeindet.

Im Jahr 2002 nahm der damalige US-Präsident George W. Bush Iran sogar in die „Achse des Bösen“ auf – neben Irak und Nordkorea.

Angesichts der scharfen Rhetorik zwischen den beiden Staaten ist es schwer vorstellbar, dass sie einst freundschaftlich miteinander verbunden waren – doch tatsächlich waren sie einmal Verbündete.

Was also ist geschehen?

Wichtiger Verbündeter über Jahrzehnte

Im 20. Jahrhundert unterhielten die Vereinigten Staaten und Iran eine enge strategische Partnerschaft, insbesondere während des Kalten Krieges.

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Im Rahmen des US-Programms „Atoms for Peace“ und anderer Abkommen half Washington Iran beim Aufbau ziviler Nukleartechnologie.

Irans prowestliche Monarchie unter Schah Mohammad Reza Pahlavi war in den 1950er-, 60er- und frühen 70er-Jahren einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Nahen Osten.

Dieses Bündnis beruhte auf gemeinsamen Interessen: der Eindämmung sowjetischen Einflusses, der Stabilisierung der Ölmärkte und gemeinsamen Sicherheitsinteressen in einer angespannten globalen Lage.

1972 reiste Richard Nixon sogar nach Iran, um um Unterstützung beim Schutz der US-Sicherheitsinteressen im Nahen Osten zu bitten.

Doch 1979 änderte sich alles.

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Beben der Revolution

Eine Volksrevolution stürzte den Schah und brachte die Islamische Republik unter Ajatollah Ruhollah Chomeini an die Macht.

Das neue Regime wies westlichen Einfluss zurück und betrachtete die Vereinigten Staaten als Symbol des Imperialismus.

Im selben Jahr besetzten iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran und hielten Diplomaten 444 Tage lang als Geiseln fest – eine Krise, die die diplomatischen Beziehungen zerstörte und die Feindseligkeit in beiden Gesellschaften tief verankerte.

Jahrzehnte der Feindseligkeit

In den Jahren nach der Revolution unterhielten die beiden Länder keine formellen diplomatischen Beziehungen, und Washington verhängte umfassende Sanktionen.

Die Spannungen verschärften sich weiter, als die USA in den 1980er-Jahren Irak in dessen Krieg gegen Iran unterstützten und als amerikanische Entscheidungsträger Iran als staatlichen Unterstützer des Terrorismus bezeichneten.

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Im frühen 21. Jahrhundert wurde Irans Atomprogramm zu einem zentralen Streitpunkt.

Präsident Barack Obama erreichte 2015 ein Abkommen – den Joint Comprehensive Plan of Action –, um Irans nukleare Aktivitäten einzudämmen. Präsident Donald Trump zog sich jedoch 2018 daraus zurück und verhängte erneut harte Sanktionen.

Dies vertiefte das Misstrauen und schürte Ängste in Teheran und Washington.

Von Kooperation zu Krieg

Der heutige Konflikt ist das jüngste Kapitel in einer langen, konfliktreichen Beziehung.

Was im Kalten Krieg als Zusammenarbeit begann, zerbrach nach 1979 in ideologische Feindschaft. Seither haben wiederholte Auseinandersetzungen über Atomprogramme, Sanktionen und regionalen Einfluss die beiden Nationen immer wieder an den Rand eines offenen Konflikts gebracht.

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Quellen: Council on Foreign Relations, congress.gov, NPR, History