Die Debatte über die Rolle künstlicher Intelligenz in der Kriegsführung verschärft sich, da Technologieunternehmen unter Druck geraten, mit dem US-Militär zusammenzuarbeiten.
Die Diskussion hat sich weiter zugespitzt, nachdem der Geschäftsführer von OpenAI sagte, dass sein Unternehmen keine Kontrolle darüber habe, wie das Pentagon seine Technologie letztlich einsetzt.
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Bedenken sind auch unter einigen KI-Mitarbeitern aufgekommen, wie ihre Werkzeuge in militärischen Operationen eingesetzt werden könnten.
Sam Altman sagte Mitarbeitern während eines internen Treffens, dass Entscheidungen darüber, wie künstliche Intelligenz in Kampfhandlungen oder nationalen Sicherheitsoperationen eingesetzt wird, von staatlichen Behörden getroffen werden und nicht von den Unternehmen, die die Systeme entwickeln.
„Sie treffen keine operativen Entscheidungen“, sagte Altman laut Berichten von Bloomberg und CNBC, die von The Guardian zitiert wurden.
Er fügte demnach hinzu: „Vielleicht denken Sie also, der Angriff auf den Iran war gut und die Invasion in Venezuela war schlecht. Dazu können Sie sich nicht äußern.“
Kontroverse um Pentagon-Abkommen
Die Kommentare kommen vor dem Hintergrund der Kritik an einer jüngsten Vereinbarung zwischen OpenAI und dem US-Verteidigungsministerium, die dem Militär erlaubt, die KI-Werkzeuge des Unternehmens zu nutzen.
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Der Deal folgte auf gescheiterte Verhandlungen zwischen dem Pentagon und einem anderen KI-Entwickler, Anthropic, der den Chatbot Claude produziert.
Anthropic lehnte die Vereinbarung Berichten zufolge ab, weil befürchtet wurde, dass seine Technologie für inländische Überwachung oder autonome Waffensysteme eingesetzt werden könnte.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete das Unternehmen anschließend als „Lieferkettenrisiko“, eine Einstufung, die sich möglicherweise auf zukünftige Regierungsaufträge auswirken könnte.
Wachsende Spannungen in der Branche
Das Pentagon ging anschließend eine Vereinbarung mit OpenAI ein – eine Entscheidung, die innerhalb der KI-Branche eine Debatte darüber auslöste, wie eng Technologieunternehmen mit militärischen Behörden zusammenarbeiten sollten.
Altman räumte später Kritik an der Bekanntgabe des Abkommens ein.
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Berichten zufolge sagte er, die Einführung sei überstürzt erfolgt und habe OpenAI „opportunistisch und nachlässig“ erscheinen lassen.
Quellen: The Guardian, Bloomberg, CNBC