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Proteste gegen das Telegram-Verbot in 11 russischen Städten geplant – nur zwei davon wurden genehmigt

Proteste gegen das Telegram-Verbot in 11 russischen Städten geplant – nur zwei davon wurden genehmigt
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Was für eine Überraschung …

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Opposition gegen eine geplante Abschaltung von Telegram in Russland führt zu Protestversuchen in mehreren Städten. Doch viele dieser Demonstrationen haben Schwierigkeiten, eine offizielle Genehmigung zu erhalten.

Eine Untersuchung der unabhängigen russischen Zeitung Novaya Gazeta Europe ergab, dass Bewohner in mindestens 11 russischen Städten kürzlich versucht haben, Kundgebungen gegen den Plan des Kremls zu organisieren, die weit verbreitete Messaging-Plattform einzuschränken.

Lokale Behörden haben jedoch größtenteils die Genehmigung für die Versammlungen verweigert.

Ein wenig Hintergrund

Die russische Kommunikationsaufsicht Roskomnadsor kündigte im Februar an, dass Internetanbieter den Zugang zu Telegram ab dem 1. April blockieren würden.

Die Entscheidung löste starke Reaktionen in einem Land aus, in dem die Messaging-Plattform rund 90 Millionen Nutzer hat und als eines der wichtigsten Kommunikationsmittel gilt.

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Behörden haben wiederholt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Datenschutzfunktionen von Telegram kritisiert und erklärt, sie stellten ein Risiko für die nationale Sicherheit dar und erleichterten Online-Betrug.

Gleichzeitig haben Beamte im vergangenen Jahr Nutzer dazu ermutigt, zu einer staatlich unterstützten Plattform namens MAX zu wechseln.

Begrenzte Genehmigungen

Laut Novaya Gazeta Europe wurden bislang nur zwei der geplanten 11 Proteste genehmigt. Mindestens acht weitere vorgeschlagene Demonstrationen wurden von den Behörden abgelehnt.

Die Behörden nannten verschiedene Gründe für die Blockierung, darunter starken Schneefall, weiterhin geltende Coronavirus-Vorschriften und sogar Bedenken wegen „großer Zahlen potenzieller Teilnehmer“.

In Barnaul, einer Stadt im Süden Sibiriens, lehnten die Behörden Berichten zufolge einen Antrag auf eine Genehmigung mit der Begründung ab, weder „politische Repression“ noch „die Blockierung populärer Internetressourcen“ stellten legitime Anliegen innerhalb Russlands dar.

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Die Ablehnungen erfolgen vor dem Hintergrund einer wachsenden Debatte über die Zukunft von Telegram im Land.

Quellen: Novaya Gazeta Europe, Reuters