Der geheime „Doomsday“-Plan zur Evakuierung des US-Präsidenten bei einer globalen Katastrophe.
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Angesichts steigender globaler Spannungen nach dem jüngsten Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran wächst auch die Frage, was passieren würde, wenn eine Katastrophe – einschließlich eines Atomkriegs – eintreten sollte.
Während Weltführer weiterhin hoffen, dass Atomwaffen nur als Abschreckung dienen, verfügt die US-Regierung seit Langem über detaillierte Notfallpläne, um den Präsidenten zu schützen und sicherzustellen, dass das Land auch während einer Krise weiter funktionieren kann.
Notfall-Evakuierungsplan
Nach langjährigen Notfallprotokollen würde der US-Präsident nahezu sofort evakuiert, wenn eine große nationale Bedrohung auftreten würde.
Das System, bekannt als Continuity of Government Readiness Conditions (COGCON), beschreibt, wie die Bundesregierung in Notfällen funktionieren soll – von Sicherheitsbedrohungen bis hin zu katastrophalen Angriffen.
Im Falle einer schweren Krise würde der Präsident zunächst zum Marine-One-Hangar der Anacostia Naval Support Facility in Washington, D.C. gebracht.
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Von dort aus könnte der Präsident an Bord des E-4B National Airborne Operations Center (NAOC) gebracht werden.
Das Flugzeug wird oft als „Doomsday-Flugzeug“ bezeichnet und ist eine stark modifizierte Boeing 747, die als fliegendes Kommandozentrum dient.
Das Flugzeug kann lange in der Luft bleiben, da es während des Fluges betankt werden kann und so konstruiert ist, dass es bestimmten Angriffsformen standhält.
Unterirdische Bunker
Nach einer Zeit in der Luft könnte der Präsident in einen von mehreren gesicherten Regierungsbunkern in den Vereinigten Staaten verlegt werden.
Mögliche Ziele sind Mount Weather in Virginia, Site R (Raven Rock) in Pennsylvania sowie weitere Notfallanlagen auf Militärbasen.
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Einige dieser Standorte sind weiterhin geheim.
Diese Einrichtungen sind dafür ausgelegt, dass die Regierung auch während einer schweren nationalen Katastrophe weiterarbeiten kann.
Während einer schweren Krise würden auch andere hochrangige Beamte – darunter der Vizepräsident und Mitglieder der präsidentiellen Nachfolgeordnung – an sichere Orte gebracht.
Niedrigere Bedrohungsstufen im COGCON-System würden es der Regierung ermöglichen, weitgehend normal weiterzuarbeiten, während die höchste Stufe die Behörden auf das vorbereitet, was als „katastrophaler Notfall“ bezeichnet wird.
Sorgen vor einem Atomkrieg
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Quellen: US Continuity of Government, Diary of a CEO podcast.