Auf den ersten Blick sieht ein in Europa gekauftes iPhone fast identisch mit einem Gerät aus, das in den Vereinigten Staaten verkauft wird.
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Auf den ersten Blick sieht ein in Europa gekauftes iPhone fast identisch mit einem Gerät aus, das in den Vereinigten Staaten verkauft wird.
Doch unter der Oberfläche gibt es mehrere Unterschiede.
Von Hardwarefunktionen bis zu Software-Regeln haben regionale Vorschriften und Netzstandards beeinflusst, wie Apple seine Geräte in verschiedenen Märkten verkauft.
Unterschiedliche Hardwareentscheidungen
Laut BGR betrifft einer der deutlichsten Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen iPhones die SIM-Karten-Unterstützung.
Neuere iPhone-Modelle in den USA sind ausschließlich eSIM-fähig und besitzen keinen physischen SIM-Kartenslot mehr. Apple sagt, dass diese Designänderung auch die Akkulaufzeit leicht verbessern kann – Schätzungen zufolge um etwa fünf Prozent.
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Europäische Modelle verfügen weiterhin über einen physischen SIM-Kartenslot zusätzlich zur eSIM-Unterstützung, was in vielen internationalen Märkten weiterhin üblich ist.
Ein weiterer Unterschied betrifft die 5G-Konnektivität. In den USA verkaufte iPhones unterstützen mmWave, eine schnellere Form von 5G, die jedoch nur in begrenzten Gebieten und bei bestimmten Mobilfunkanbietern verfügbar ist.
Regionale Unterschiede
Apple produziert auch leicht unterschiedliche Hardwareversionen für andere Märkte.
In China unterstützen iPhones zwei physische SIM-Karten. In Japan sind die Geräte so gestaltet, dass der Kameraton nicht deaktiviert werden kann.
Europäische Modelle folgen in der Regel dem internationalen Standard mit einer physischen SIM-Karte und normaler 5G-Unterstützung, jedoch ohne mmWave.
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BGR merkt jedoch an, dass Apples kommendes iPhone Air voraussichtlich weltweit dem US-Ansatz mit eSIM-only folgen wird.
Gesetze prägen die Software
Die größten Unterschiede zwischen europäischen und amerikanischen iPhones betreffen zunehmend die Software.
Das liegt vor allem am Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union, der 2023 in Kraft trat.
Diese Vorschriften verpflichten Apple, Teile seines Ökosystems zu öffnen. Dazu gehört die Zulassung alternativer App-Marktplätze, anderer Bezahlsysteme und die Möglichkeit, Standard-Apps wie den bevorzugten Browser auszuwählen.
Neuere Updates, darunter iOS 26.3, erweitern diese Änderungen mit Funktionen wie verbesserter Kopplung für Kopfhörer von Drittanbietern, erweitertem NFC-Zugang für Entwickler und schnelleren Peer-to-Peer-Wi-Fi-Verbindungen.
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Spielt das wirklich eine Rolle?
Trotz dieser Unterschiede berichtet BGR, dass die meisten Nutzer kaum Veränderungen bemerken werden, wenn sie ein iPhone aus einer anderen Region verwenden.
Unterschiede bei der Akkulaufzeit sind im Alltag minimal, und viele Menschen nutzen mmWave-Netzwerke ohnehin nicht.
Für Nutzer in den USA mit kompatiblen Mobilfunkanbietern kann das amerikanische Modell jedoch eine bessere 5G-Leistung bieten.
Für die meisten anderen hängt das Nutzungserlebnis eher von der Region ihres Apple-Kontos ab als von der Hardware des Telefons.
Quelle: BGR