Insgesamt wird geschätzt, dass die beiden Vorstöße 400 Quadratkilometer zurückerobert haben.
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Ukrainische Truppen berichten von deutlichen Geländegewinnen entlang Teilen der südöstlichen Front, während die Kämpfe in umkämpften Gebieten andauern.
Jüngste Lageberichte von Kommandeuren deuten darauf hin, dass sich das Kräfteverhältnis in einigen Sektoren verschieben könnte. Militärvertreter sagen, dass in den vergangenen Wochen mehrere Ortschaften und große Landflächen zurückerobert wurden.
Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) führten ukrainische Einheiten zwei getrennte Vorstöße in der Oblast Dnipropetrowsk durch und drangen dabei etwa 10 bis 12 Kilometer in russische Verteidigungslinien vor.
Die Denkfabrik beruft sich dabei auf Aussagen von Frontkommandeuren und dem ukrainischen Militär.
Die Berichte vom Schlachtfeld
Hauptmann Dmytro Filatow, Kommandeur des 1. Separaten Sturmregiments der Ukraine, sagte am 10. März, seine Einheit sei etwa 12 Kilometer zwischen den Ortschaften Nowe Saporischschja und Dobropillja, nördlich von Huljajpole, vorgerückt.
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Ein Kommandeur eines ukrainischen Luftsturm-Bataillons berichtete ebenfalls von Fortschritten. Seine Truppen seien bei jüngsten Operationen zwischen 10 und 11 Kilometer in Richtung Oleksandriwka vorgerückt.
Insgesamt hätten ukrainische Streitkräfte in Richtung Oleksandriwka mehr als 400 Quadratkilometer befreit, sagte Generalmajor Oleksandr Komarenko, Leiter der Hauptoperationsdirektion des ukrainischen Generalstabs.
Russische Kräfte unter Druck
Im Laufe des vergangenen Monats scheinen ukrainische Streitkräfte auf dem Schlachtfeld an Schwung gewonnen zu haben und russische Truppen mehrfach zurückgedrängt zu haben.
Der Grund für diese veränderte Dynamik ist höchstwahrscheinlich eine Kombination mehrerer Faktoren. Mitte Februar kam jedoch auch Elon Musk der Ukraine zu Hilfe.
Russische Streitkräfte hatten das zum Unternehmen SpaceX gehörende Starlink-Netzwerk genutzt, um auf dem Schlachtfeld zu kommunizieren, und dabei nicht autorisierte Terminals von Drittanbietern verwendet. Nachdem die Ukraine SpaceX, das Elon Musk gehört, darauf aufmerksam gemacht hatte, schaltete Starlink alle nicht autorisierten Terminals aus dem Netzwerk ab.
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Berichten zufolge ließ dies russische Kräfte im Dunkeln zurück, sodass sie nicht mehr in Echtzeit kommunizieren konnten. Dies verschaffte der Ukraine Zeit, eine Reihe erfolgreicher Gegenangriffe zu starten.
Auch wenn dies nicht mit Sicherheit feststeht, dürfte dieser Mangel an Kommunikation unter den russischen Streitkräften ein Faktor sein, der zum derzeitigen ukrainischen Erfolg auf dem Schlachtfeld beiträgt.
Quellen: Institute for the Study of War (ISW), Aussagen ukrainischer Militärvertreter